Eichtalpark: Berg-Ahorn gefällt

Anzeige
Vor dem Torhaus an der Ahrensburger Straße ragt nur noch der Stumpf des Straßenbaumes aus dem Erdreich Foto: Menzel
Hamburg: Ahrensburger Str. 14 |

Unfallquelle vor dem Torhaus in Wandsbek beseitigt. Weitere Arbeiten folgen

Von Siegmund Menzel
Wandsbek
Dem Laubbaum vor dem Torhaus Eichtalpark an der Ahrensburger Straße ist es an den Kragen gegangen (das Wochenblatt berichtete). Er wurde kürzlich gefällt. Im Anschluss sollen der Gehweg und die Radwegeführung baulich angepasst werden, wie die Pressestelle des Bezirksamtes auf Wochenblatt-Anfrage mitteilte. Der Abschluss der Bauarbeiten wurde abhängig von den Witterungsverhältnissen für März beziehungsweise April 2017 angekündigt.

Baumerhalt oder Verkehrssicherheit


Der gehwegeinengende Berg-Ahorn mit der Nummer 60 stand mitten auf dem Radweg, Radfahrer mussten auf den Gehweg ausweichen, so dass es an dieser Engstelle zu unfallträchtigen Situationen kommen konnte, so die Begründung. Das Bezirksamt habe abgewogen zwischen Baumerhalt und Verkehrssicherheit. Der doppelstämmige Ahorn, auch Tiefzwiesel genannt, wies zudem eingewachsene Rinde auf. Dies bedeute, dass der Baum mittelfristig statisch problematisch geworden wäre und so auch aus diesem Grund hätte gefällt werden müssen. In der Liste für die Fällperiode 2016/17 habe er nicht gestanden, denn Fällungen, die zwischenzeitlich aufgrund baulicher Maßnahmen erforderlich sind, werden nicht aufgeführt, heißt es. Eine Nachpflanzung an gleicher Stelle oder in der Nähe sei unmöglich.

Trauer um Baum


„Ich trauere jedem Baum nach, der gefällt wird, wir brauchen Bäume zum Leben“, meinte Hilde Busacker, die in der benachbarten Seniorenresidenz „Eichtalpark“ wohnt. Der Baum sei doch nicht vor einigen Monaten gepflanzt worden, über Jahrzehnte ging es gut, bei Vorsicht und Rücksichtnahme hätten sowohl Fußgänger als auch Radfahrer Platz. Möglich wäre auch gewesen, die Begrenzungskante um einen halben Meter zu versetzen. Die Bezirksversammlung Wandsbek und der Regionalausschuss Kerngebiet hatten im Herbst 2016 auf Initiative der SPD-Fraktion auf die Unfallquelle vor dem Torhaus in der Ahrensburger Straße aufmerksam gemacht und einen entsprechenden Beschluss gefasst. Fachbehörde und Bezirksamt sollten prüfen, mit welchen Maßnahmen der Radweg ungefährlicher und verkehrssicherer gestaltet werden kann. Der Radweg weist an dieser Stelle „einen sehr unglücklichen Verlauf auf“, das Fahren ist besonders bei Dunkelheit wegen des Versprungs und der Kante rings um den Baum sehr gefährlich. Vielleicht lasse sich die Situation entschärfen, wenn die Kante entfernt wird. Jetzt wurde gleich der Baum entfernt. Als der Regionalausschuss Kerngebiet Wandsbek bei seiner Sitzung vor einigen Tagen die Mitteilung des Bezirksamtes zur Absicht der Baumfällung zur Kenntnis nahm, ragte bereits nur noch der Stumpf aus dem Erdreich.

Lesen Sie auch: Unfallgefahr am Torhaus Eichtalpark
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige