Tafel Wandsbek an neuem Standort

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Christian Tack, der Geschäftsführer der Hamburger Tafel hofft auf eine schnelle Eröffnung der Ausgabestelle in Wandsbek an der Schimmelmannstraße 123 Foto: kg
 
Schimmelmannstraße 123: Der ASB hat die passenden Räume für die Ausgabestelle und muss nur noch auf die Bearbeitung des Nutzungsänderungsantrages warten Foto: kg
Hamburg: Schimmelmannstraße 123 |

Verzögerungen durch Umbaumaßnahmen in der Schimmelmannstraße 123. Start im Juli möglich

Von Karen Grell
Wandsbek
Seit März gibt es für Bedürftige in Wandsbek keine Ausgabestelle der Hamburger Tafel mehr. Das jedoch wird sich bald ändern, denn der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) hat die Trägerschaft für die geplante neue Ausgabe in Wandsbek übernommen und kann auch gleich die passenden Räume stellen. Anja Frank vom Ortsverband Nordost hat eine Erklärung für den Zufall, der den ASB in diese glückliche Lage gebracht hat: „Bei uns gegenüber auf demselben Gelände liegt ein Filmstudio, das oft Lebensmittel für Werbezwecke fotografiert und diese dann hinterher entsorgen muss.“ Die Mitarbeiter hätten dann beim ASB angefragt, ob die „Verwendung für die Produkte hätten“. So kam der Kontakt mit der Hamburger Tafel zustande. „Wir haben bei der Tafel angefragt und die haben die Lebensmittel abgeholt.“ Als die Mitarbeiter der Tafel dann den ehemaligen Baumarkt sahen, den der ASB für eigene Zwecke gekauft hatte, stand schnell die Frage einer Kooperation im Raum. „Wir konnten uns das gut vorstellen“, betont Anja Frank und auch der Leiter der Ortsgruppe, Detlef Hapke, war sofort von der Idee überzeugt.

Möglicher Start im Juli


Einmal in der Woche soll dann wahrscheinlich ab Juli die Tafel an der Schimmelmannstraße 123 ihre Ausgabestelle für den Bezirk Wandsbek-Mitte starten. Bis dahin sollen die aufgrund der veränderten Nutzung notwendigen baulichen Veränderungen abgeschlossen sein. Dem Bezirksamt liegt seit Anfang März dieser Nutzungsänderungsantrag für das Gebäude Schimmelmannstraße vor. „Die baurechtliche Prüfung ist noch nicht abgeschlossen, es fehlt zurzeit noch ein Brandschutzkonzept“, sagt Luise Mehburger vom Bezirksamt Wandsbek.

Zu wenig Ausgabestellen in Hamburg


Christian Tack, der Leiter der Hamburger Tafel, hofft, dass es möglichst schnell zu einer Fertigstellung des Gebäudes kommen wird, da es für die bedürftigen Menschen im Stadtteil zurzeit keine Ausweichmöglichkeiten gibt. „Wir haben schon zu wenig Ausgabestellen in Hamburg“, bedauert Tack und die vorhandenen seien überlaufen. Bei insgesamt 21 Ausgabestellen in den Bezirken könnte die Anzahl auf mindestens 30 erhöht werden, wenn es nach dem Bedarf ginge. „Es fehlt aber auch an Lebensmittelspenden“, kommentiert Tack die aktuelle Situation. Er habe sogar schon bei den Kreuzfahrtschiffen angefragt und stehe gerade in Verhandlungen mit dem Zoll, um die Lebensmittel von den Schiffen annehmen zu dürfen. „Ich hoffe auf einen positiven Bescheid“, so Tack.

Helfer willkommen


Immer wieder braucht die Hamburger Tafel auch Ehrenamtliche, die zuverlässig an den Ausgabestellen helfen können. In Wandsbek können sich deshalb gern noch Freiwillige melden. „Wir werden auch unter unseren Ehrenamtlichen nach Helfern suchen“, so Anja Frank, die sich für die Tafel stark machen will. „Das Konzept des Helfens passt einfach perfekt zu den Aufgaben, die der ASB sich zum Ziel gesetzt hat.

Weitere Infos und Kontakt zum ASB: Telefon 668 13 59
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