Bau am Reeshoop entschieden

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Im ersten Bauabschnitt sollen an der Herrmann-Löns-Straße in Kürze drei Gebäude mit ingesamt 56 Wohnungen entstehen. Baubeginn ist bereits in zwei Wochen. Foto: pi

Trotz Anwohnerprotesten, Mehrfamilienhäuser werden in Kürze errichtet

Von Halina Schmidt
AHRENSBURG. Die Entscheidung ist gefallen: Im Stadtteil Reeshoop können bald die Bauarbeiten für die geplanten Mehrfamilienhäuser beginnen. Am vergangenen Mittwoch stimmte der Bauausschuss der Stadt Ahrensburg dem Bebauungsplan der Baugenossenschaft Neue Lübecker einstimmig zu.
„Wir freuen uns sehr, dass die Stadt Ahrensburg nun ihre Zustimmung zu dem Bauprojekt gegeben hat. Jetzt kann es losgehen“, sagt Marcel Sonntag, Vorstandsvorsitzender der Baugenossenschsaft. „In der Einstimmigkeit des Beschlusses sehen wir das klare Bekenntniss der Stadt zur Bedeutung dieses Bauvorhabens.“
Der Bebauungsplan sieht vor, im Quartier „Reeshoop” (zwischen Hermann-Löns-Straße und Gerhart Hauptmann-Straße) an Stelle der nicht mehr sanierungsfähigen Altbauten, Mehrfamilienhäuser zu errichten. Damit soll den Baugenossenschaftsmitgliedern moderner, energieeffizienter und bezahlbarer Wohnraum geboten werdeb. Das Investitionsvolumen beträgt 125 Millionen Euro.
Sechs Jahre dauerte die Planung für das Baugebiet Reeshoop, wobei die Mitglieder der Baugenossenschaft durch Informationsveranstaltungen und Workshops mit einbezogen wurden.
„Wir bauen mit und für unsere Mitglieder, nicht an ihnen vorbei“, sagt Volker Skroblies, Mitarbeiter der größten Baugenossenschaft Norddeutschlands.
Dennoch gibt es auch kritische Stimmen: So beanstandeten einige Anwohner der Straße Reeshoop im Vorfeld die geplante Höhe der Häuser. Durch die 14 Meter hohen Gebäude befürchteten die Kritiker Lichteinbußen. Eine Bürgerinitiative wurde gegründet, die ebenfalls einen Eingriff in das grüne Bild der Straße monierte. Durch die Verbreiterung der Hermann-Löns-Straße kommt es zu einer Versiegelung von Grünflächen und es sollen um die 450 Bäume gefällt werden, unter denen sich auch 17 geschützte Bäume befinden.
Die Baugenossenschaft reagierte auf die Kritik der Bürger und veränderte den Bebauungsplan dahingehend, dass um das Gelände herum ein breiter Grünstreifen angelegt werden wird, der mit Bäumen und Sträuchern bepflanzt werden soll. Die Verschattung durch die Neubauten wurde im Bauausschuss mithilfe von Simulationen der Sonnenstände zu verschiedenen Jahres- und Tageszeiten als geringfügig befunden, da sie sich auf wenige Tage im Winter beschränken würde.
Jörg Hansen, der Vorsitzende des Bau- und Planungsausschusses und Mitglied der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, begrüßten hingegen die Entscheidung des Bauausschusses: „Ich bin froh, dass wir eine soziale und ökologische Lösung gefunden haben, die das Quartier aufwertet“, sagt Hansen.
Die Bauarbeiten sollen nun zügig starten, erste Bauanträge wurden bereits bei der Stadt eingereicht. Beginnen werden die Arbeiten in der Hermann-Löns-Straße (siehe Foto), der erste Bauabschnitt umfasst hier drei Gebäude mit 56 Wohnungen. Hier soll bereits in zwei Wochen mit den ersten Maßnahmen begonnen werden.
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