Mümmelmannsberg: Fit für den Straßenverkehr

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Polizistin Birgit Lindemann war mit den Schülern der Grundschule Rahewinkel im Stadtteil unterwegs Foto: Grell
 
Schwer ist es für die Kleinen an Straßen, wo es weder eine Ampel noch einen Zebrastreifen gibt Foto: kg
Hamburg: Rahewinkel 9 |

Schüler der Grundschule im Rahewinkel nehmen an der Aktion „Verkehrsfuchs“ teil

Von Karen Grell
Mümmelmannsberg
Kaum ruft der Freund von der anderen Straßenseite aus herüber, schon läuft ein Kind achtlos über die Straße. Kinder sind impulsiv, schätzen Gefahren anders ein als Erwachsene und vergessen beim Spielen oft, dass sie im Straßenverkehr achtsam sein müssen. Um Unfälle zu vermeiden und die Kinder auch aus ihrem Blickwinkel heraus auf den Straßenverkehr vorzubereiten, dafür gibt es das Fußgängertraining der Verkehrsfüchse von der Hamburger Polizei. Birgit Lindemann und Nicole Bastien sind in der ersten Woche der Frühjahrsferien an die Grundschule im Rahewinkel gekommen, um dort mit den Kindern das Verhalten im Straßenverkehr direkt im Stadtteil zu üben. „Wir gehen in alle Situationen hinein, die wichtig sind“, erklärt die Kommissarin aus Billstedt. Dazu gehören eine Ampel zu überqueren, den Zebrastreifen zu finden und richtig zu nutzen und dann auch eine Straße zu überwinden, die überhaupt keinen ausgezeichneten Übergang hat. Raul, David und Junes sind aufgeregt und kennen sich, nach eigenen Angaben, auch schon sehr gut aus im Straßenverkehr. Doch auch der Gehweg hat seine Tücken. „Auf die Ausfahrten achten“, mahnt Birgit Lindemann, die mit viel Geduld und lustigen Sprüchen mit den Kids im Quartier unterwegs ist. „Die Kleinen sind schnell abgelenkt, reden dazwischen, wenn ich etwas erkläre und wissen dann am Ende nicht, was sie machen sollen“, so Lindemann über ihre Arbeit bei den Verkehrsfüchsen. Immer wieder übt die Polizistin deshalb mit jedem einzelnen das richtige Verhalten beim Überqueren der Ampel.

Erst bei Grün gehen


„Erst auf Radfahrer achten, dann den gelben Knopf drücken und bis zum Bordstein vorgehen“. Wenn Grün ist, sollen die Kinder zügig losgehen. „Grün ist meine absolute Lieblingsfarbe“, meinen die Grundschüler, die bei den Verkehrsfüchsen schon richtig viel lernen konnten. Polizist Heino Krüger, der von einer Wache aus Bergedorf dazugekommen ist, übernimmt den Elternunterricht. „Was Eltern spielerisch vormachen, können die Kinder imitieren“, weiß Krüger. Umso wichtiger sei deshalb die Vorbildfunktion der Mütter und Väter. Hilfe gibt es bei ihm im Unterricht bei den gängigen Regeln im Straßenverkehr. Krüger gibt anschließend auch Tipps, um das Wissen effektiv an die Kinder weiterzuvermitteln. „Schade ist es“, bedauert Birgit Lindemann, „dass sich zwar viele Eltern mit ihren Kindern zu den Verkehrsfüchsen anmelden, über die Hälfte dann aber einfach nicht kommen“.

Zum Abschluss kam der Kasper


Für die Planung sei das fatal und es fehlt einfach auch die Wertschätzung für die ganze Aktion. Wie viel die Jungs und Mädchen bei der gemeinsamen Woche in der Schule Rahewinkel über die Regeln auf der Straße erfahren durften, zeigt die Routine, die sie in diesen wenigen Tagen bereits erreichen konnten. Ein absolutes Highlight war zum Abschluss der traditionelle Besuch des Verkehrskaspers. „Die Kinder sind durch die Verkehrsfüchse natürlich ein Stück weit auf die Gefahren im Straßenverkehr vorbereitet worden“, so Lindemann, „elementar für das Erlangen von weiterer Sicherheit, ist aber auf jeden Fall auch die Unterstützung der Eltern, die mit dem Training weitermachen sollten“. Immer im Sinne der Kinder, damit kein Unfall passiert.
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1 Kommentar
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Erich Heeder aus Billstedt | 16.03.2017 | 07:23  
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