Erol Sander ist nicht mehr „Winnetou“

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Erol Sander hört als Winnetou auf.Foto: Fuchs
Bad Segeberg. Jetzt ist es amtlich: Winnetou-Darsteller Erol Sander hat in diesem Jahr zum letzten Mal Karl Mays charismatischen Apatschenhäuptling gespielt. Die Festspiel-Leitung ist nun auf der Suche noch einem
adäquaten Nachfolger. Mit einem Zuschauer-Schnitt von 290.875 sind die Karl-May-Spiele jetzt zu Ende gegangen. Durchschnittlich 4040 Besucher schauten sich jede der 72 Aufführungen des Stücks „Winnetou II“ in der Kalkberg-Arena in Bad Segeberg an. Die Spielleitung macht vor allem das schlechte Wetter im Sommer für einen nachlassenden Zuschauerzuspruch verantwortlich. „Regenschirme und Capes waren vor allem in den ersten sechs Wochen der Saison die gefragtesten Utensilien“, sagt Ute Thienel. „Das Wetter hat uns in den elf Wochen vor und hinter der Bühne vor große Herausforderungen gestellt.“ Sobald aber die Sonne schien, strömten die Zuschauer an den Kalkberg. „Das Minus aus den verregneten Vorstellungen konnte aber nicht mehr aufgeholt werden“, so Thienel. „Unser Ensemble begeisterte unsere Besucher trotzdem bis in die letzte Reihe des Theaters und ließ sie das schlechte Wetter einfach vergessen. Wir können deshalb mit der Bilanz dieser Saison sehr zufrieden sein.“
Für die Saison 2012 hatten sich die Karl-May-Spiele viel Neues einfallen lassen: Zum ersten Mal in der Geschichte des Freilichttheaters führte ein Abenteuer nach New Orleans und Mexiko und in eine verborgene Goldmine. „Das Publikum ist bei den schwungvollen Szenen mit Jazz und Dixieland begeistert mitgegangen“, sagt Ute Thienel. Wie es im nächsten Jahr personell weitergeht, ist noch nicht klar. Nach sechs Spielzeiten verlässt Winnetou-Darsteller Erol Sander den Kalkberg. Bad Segebergs Bürgermeister Dieter Schönfeld: „Erol Sander war ein sehr guter ‚Winnetou‘. Aber manchmal kommt im Leben der Zeitpunkt, sich zu trennen – auch wenn es schwer fällt.“ Wer sein Nachfolger bei dem Abenteuer „Winnetou I – Blutsbrüder“ sein wird, steht noch nicht fest. (bf)
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