20.000 Euro für Hundebeutel

Anzeige
Stadtsprecher Hauke Borchardt: Wir machen es den Hundehaltern einfacher und bequemer, ihrer Verpflichtung nachzukommen. Fotos: Fuchs

Stadtverwaltung Norderstedt macht gegen Verschmutzungen mobil

Norderstedt. Im Stadtpark haben sie sich bereits seit der Landesgartenschau bewährt. Nun führt die Stadt flächendeckend im gesamten Stadtgebiet Hundebeutel ein. An 100 Stellen, vorwiegend in Parks und Grünanlagen, wo die 3950 registrierten Hundehalter gerne mit ihren bellenden Vierbeinern Gassi gehen, werden nun bis Jahresende Automaten aufgestellt, aus denen kostenlos die schwarzen Tüten herausgezogen werden können.

Beutel kostenlos

Zusätzlich sind diese Beutel ebenfalls kostenlos in einigen Supermärkten und Einzelhandelsgeschäften erhältlich, kündigt Stadtsprecher Hauke Borchardt an.
Außerdem sind alle Beutel mit einer politischen Botschaft verknüpft. Unter der Überschrift „Das Braune muss weg!“ wirbt Norderstedt für sich als „weltoffene, tolerante Stadt“. Damit hat die Stadtvertretung einem Antrag der Fraktion Die Linke stattgegeben.
Darunter steht als Erläuterung: „Norderstedt ist eine weltoffene, tolerante Stadt, in der Menschen aus mehr als 140 Ländern zusammen leben, lieben und arbeiten. Ausländerfeindlichkeit, Hass und Intoleranz haben keinen Platz in Norderstedt – weder in den Köpfen der Menschen noch auf der Straße – und dürfen nicht geduldet werden.

Tretminen

Helfen Sie mit, unsere Stadt sauber zu halten.“
20.000 Euro lässt sich die Stadt diesen Service kosten. In Quickborn sind vor einigen Wochen ebenfalls solche Hundekot-Tütenspender aufgestellt worden. In Kaltenkirchen gibt es sie schon länger.
„Jede Hundehalter ist verpflichtet, den Kot seines Hundes selbst und unverzüglich zu beseitigen“, sagt Stadtsprecher Borchardt. Weil sich aber nicht alle daran hielten, wären manche Grünanlagen und öffentlichen Wege mit diesen unhygienischen und krankheitskeimbehafteten Tretminen verunreinigt.
„Die Verschmutzungen durch Hundekot stellen nicht nur eine Beeinträchtigung des Stadtbildes dar, sie bergen auch nicht unerhebliche gesundheitliche Risiken.“
Mit den kostenlosen Beuteln werde es für die Hundehalter einfacher und bequemer, ihrer Verpflichtung zur Sauberkeit nachzukommen, ist der Stadtsprecher Borchardt überzeugt. Insgesamt habe die Stadt im ersten Anlauf eine Million Hundebeutel angeschafft.
Die gefüllten Tüten sollten nach dem Gebrauch von den Hundehaltern zugeknotet und in einen der nächsten Abfallbehälter geworfen werden. Davon stünden rund 1000 verteilt im gesamten Stadtgebiet. (bf)
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige