30.000 Euro für Kinder in Not

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Sponsor Dirk Gluderer und Kinderhilfswerk-Vorsitzender Richard Janssen (v.l.) mit den HauptpreisenFoto: Fuchs

Spenden-Aktion mit Tombola auf dem Weihnachtsmarkt des Eulenrings

Quickborn. Gut 700.000 Euro hat das Kinderhilfswerk in 26 Jahren an bedürftige Kinder ausgeschüttet und für Suchthilfe sowie Opferberatung aufgewendet. „In Schleswig-Holstein dürfte diese Arbeit einmalig sein“, sagt Vorsitzender Richard Janssen, der den Hilfeverein mit dem Ex-Bürgermeister Gert Willner und Felix Magath gegründet hat, der lange in Quickborn lebte und heute noch dem Verein angehört. „Auch im kommenden Jahr werden wir wieder 30.000 Euro für Kinder ausgeben, die es dringend nötig haben.“
In einer wohlhabenden Stadt wie Quickborn, falle das Elend besonders auf. Es gibt seit einiger Zeit ein Tafel-Angebot, wo sich Bedürftige kostenlos mit Lebensmitteln eindecken können, das rege in Anspruch genommen wird.
„Armut wird hier oft übersehen“, weiß Janssen. Er sehe Menschen, die Papierkörbe nach Essbarem durchwühlen. Es gebe Familien mit Suchtproblemen, worunter vor allem Kinder litten. „Da müssen wir eingreifen. Diese Kinder darf man nicht allein lassen.“
24.000 Euro des Budgets für 2014 sind bereits fest verplant. So bekommt der Wendepunkt, die Hilfsorganisation bei sexuellem Missbrauch an Kindern,
9000 Euro. 3000 Euro sollen für die seelische Aufarbeitung von häuslicher Gewalt ausgegeben werden.
7000 Euro gehen an die ATS-Suchtberatung der Diakonie, die vor allem Prävention in Kindergärten und Schulen betreibt. Mit 6000 Euro werden 50 Kinder aus armen Familien mit Nachhilfe unterstützt. „Der Bedarf wächst. Das System der Bildungsgutscheine funktioniert nicht. Darum haben wir diesen Betrag um 2000 Euro aufgestockt.“ Darüber hinaus helfe sein Verein bei vielen Notfällen, wo der Ernährer plötzlich gestorben, eine Klassenfahrt nicht bezahlt, ein letzter Wunsch vor dem Tod erfüllt werden soll. „Wir helfen immer absolut unbürokratisch“, sagt Janssen. Mitte Dezember richte der Verein wieder eine Weihnachtsfeier für 50 Kinder aus, die dann ihr einziges Geschenk in diesem Jahr bekommen. Damit die Hilfe für Kinder in Not auch funktioniert, ist das Kinderhilfswerk auf viele private Spenden angewiesen. Unternehmen helfen, Privatpersonen überlassen dem Verein Geldgeschenke von Geburtstagsfeiern. Wichtigste Einzelspende ist der Losverkauf auf dem Weihnachtsmarkt des Eulenrings am Sonnabend, 7. Dezember, an der Marienkirche. 6000 Lose werden da für jeweils einen Euro verkauft. Die Hauptpreise sind ein Fahrrad, ein Flachbildschirm und ein Smartphone. (bf)
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