50 Jahre Jugendfreizeit

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Freizeitspaß an der Ostsee, heißt für viele Norderstedter seit 50 Jahren Lemkenhafen auf Fehmarn. Foto: Fuchs

Norderstedter Jugend erholt sich auf der Insel Fehmarn

Von Burkhard Fuchs
Norderstedt/Fehmarn. Die Norderstedter Sport- und Jugendfreizeit hat hier viel Spaß auf Ferienfreizeiten erlebt. Jetzt feiert das Harksheider Jugendlandheim auf der Ostseeinsel Fehmarn sein 50-jähriges Bestehen. Vor genau einem halben Jahrhundert ist der Förderverein für diese Norderstedter Herberge direkt an der Ostsee gegründet worden.
Zur Jubiläumsfeier sind alle Norderstedter herzlich eingeladen, am Sonnabend, 12. Mai, um 11 Uhr auf Fehmarn mitzufeiern. Ein Bus dorthin startet um 9 Uhr am Rathausmarkt, kündigt Reinhold Suhr an, der den Verein bereits seit 40 Jahren leitet. „Wir nehmen alle kostenlos mit, bis der Bus voll ist.“ Gekauft hat das Schullandheim der damalige Harksheider Bürgermeister Carl Lange für 125.000 Mark. Die größte der vier Gemeinden, die 1970 zu Norderstedt fusionierten, suchte damals eine Freizeit- und Ferienunterkunft für Kinder und Jugendliche.
Zunächst wurde dafür ein Campingplatz in Buchholz südlich der Elbe ausgewählt, später eine Herberge in Hanerau-Hademarschen am Nord-Ostsee-Kanal. „Es sollte aber etwas an der See mit Badestrand sein“, erinnert Suhr an die damaligen Suchkriterien.
Und so entdeckte man das Schullandheim auf der Insel Fehmarn, das im Laufe der Jahrzehnte nie seine Beliebtheit bei den Sportvereinen, Schulen und Jugendeinrichtungen Norderstedts verloren hat. Von März bis Oktober übernachten in dem 250 Einwohner zählenden Fischer- und Hafenort Lemkenhafen jedes Jahr rund 9000 Norderstedter Kinder, Jugendliche und Erwachsene, erzählt Suhr. Seine Attraktivität behielt das mehrstöckige Haus auch dadurch, dass es immer wieder renoviert und modernisiert worden ist.
Heute stehen 85 Betten in 25 Schlafräumen auf drei Etagen zur Verfügung. Es gibt 25 Waschräume.
Sechs Zimmer haben inzwischen ihre eigene Nasszelle. Die Zimmer haben bis zu acht Betten. Pro Person kostet die Übernachtung ab 22,50 Euro mit Vollverpflegung von drei Mahlzeiten.
Genutzt wird das Heim überwiegend von Norderstedter Schulen, Kindergärten und Sportvereinen. Vor allem die direkte Lage an der Ostsee mache den Reiz des Schullandheimes aus, erklärt Vereinsvorsitzender Suhr. So könnten die Bewohner direkt vom See ins Wasser springen, surfen oder segeln. Dafür stehen vier eigene Tret- und drei Segelboote zur Abfahrt bereit. Surf- und Segellehrerlehrer Jogi Christ bietet auf Wunsch Schulkurse an. Daneben gibt es ein Beachvolleyballfeld, Tischtennisplatten, Fahrradverleih Rasensportplätze zum Bolzen und eine Sauna.
Eine Photovoltaikanlage auf dem Dach versorgt das Haus mit Strom. Früher galt der Satz, sagt Suhr stolz: „Jeder Schüler aus Harksheide und den Nachbargemeinden hat einmal eine unvergessliche Klassenreise nach Lemkenhafen gemacht.“
Dies sei heute vielleicht nicht mehr ganz so. „Aber unser Schullandheim auf Fehmarn ist immer noch sehr beliebt bei den Norderstedtern. Auf so ein umfassendes Freizeitangebot kann die ganze Stadt stolz sein.“
Die Stadt trägt die jährlichen Kosten für Strom, Wasser und Heizung und zahlt das Gehalt für das Herbergs-Ehepaar Brigitte und Wolfgang Schlosser in den Wintermonaten. „Um alles andere kümmert sich der 45-köpfige Förderverein ehrenamtlich“, sagt Vorsitzender Suhr stolz. „Wir laden dann immer zu Arbeitsdiensten vor Ort ein, die wir Erlebnis-Wochenenden nennen.“ Die Jubiläumsfeier beginnt am 12. Mai um 11 Uhr in der Königstraße 10 in Lemkenhafen. (bf)
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