60 Millionen Euro Stütze

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Die Freude des Norderstedter Sparkassen-Vorstandschef Ralph Schmieder dürfte zwiespältig sein. Seiner Bank wird geholfen - doch der Druck bleibt groß Fotos: bf

Sparkasse Südholstein hat erneut Finanz-Probleme

Bad Segeberg/Norderstedt. Die Sparkasse Südholstein wird zum zweiten Mal vom Sparkassen- und Giroverband gestützt. Wie ein Sprecher jetzt bestätigt hat, wird die ehemals größte Sparkasse des Landes zum Jahresende
60 Millionen Euro aus dem Stützungsfonds erhalten.
Zweite Hilfszahlung
Dies ist bereits die zweite Finanzspritze für das Kreditinstitut, das aus den beiden Kreissparkassen Segeberg und Pinneberg sowie der Stadtsparkasse Neumünster hervorgegangen ist. Bereits im Jahr 2009 erhielt die Sparkasse Südholstein 50 Millionen Euro vom Verband, 30 Millionen Euro als Bürgschaft und 20 Millionen Euro als stille Einlage. Weitere
50 Millionen Euro steuerte die Hamburger Sparkasse als Darlehn bei. Während seinerzeit Kreditausfälle in hoher zweistelliger Millionenhöhe diese Finanzspritzen notwendig machten, seien es jetzt die europaweiten Vorgaben für die Eigenkapitalquote der Kreditinstitute, die der Sparkasse das Leben schwer machten, erläutert Sprecherin Imke Gernand. Diese müsse nach den Bestimmungen bis 2019 eine Gesamtkapitalquote von 10,5 Prozent erreichen. Zurzeit liege diese gesetzliche Vorgabe bei acht Prozent. Mit einer Eigenkapitalquote von zurzeit 10,9 Prozent übertreffe die Sparkasse Südholstein diese Hürde zwar.
Aber durch die Rückzahlungen der Bürgschaften und Darlehen an den Verband und die Haspa bis 2016/17 und die Abschreibungen auf Beteiligungen wie den Anteil an der HSH-Nordbank, die 2012 allein 40 Millionen Euro ausmachten, würde die Sparkasse diese Anforderungen ohne Hilfe nicht erfüllen.

„Wir versprechen uns eine Eigenkapitalquote von 12 bis 13 Prozent“ Imke Gernand

„Wir versprechen uns davon eine Eigenkapitalquote von 12 bis
13 Prozent für das Jahr 2019“, sagt Imke Gernand. Mit einer Bilanzsumme von 5,1 Milliarden Euro ist die Sparkasse Südholstein die viertgrößte der 14 Sparkassen in Schleswig-Holstein. Sie beschäftigt rund 1000 Mitarbeiter. (bf)
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