Auf dem Weg zur Umwelt-Hauptstadt

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Sind stolz, dass sie eine von 16 Kommunen sind, die sich an dem bundesweiten Klimaschutz-Wettbewerb beteiligen: Norderstedts OB Hans-Joachim Grote und Umweltamtsleiter Herbert Brüning (rechts). Foto: Fuchs

„Zukunfts-Werk-Stadt“: Norderstedt gehört zu den 16 ausgewählten Kommunen

Norderstedt. Die nächste Hürde ist genommen. Im März war die Stadt Norderstedt in jenen exklusive Kreis von 27 Kommunen in Deutschland aufgenommen worden, die sich
um die Förderung beim Wettbewerb „Zukunftsprojekt Erde“ der Bundesregierung bewarben.
Und nun ist die 75.000 Einwohner zählende, größte Stadt des Kreises Segeberg auch in den Kreis der letzten 16 Städte auserkoren worden, die sich darum bemühen, für eine vorbildliche nachhaltige Stadtentwicklungspolitik bundesweit ausgezeichnet zu werden.
So ist es das erklärte Ziel von Stadtverwaltung und Politik in Zusammenarbeit mit den eigenen Stadtwerken, bis 2040 zur „Nullemissions-Stadt“ zu werden, formulierte es Oberbürgermeister Hans-Joachim Grote. Das heißt, in den nächsten 30 Jahre sollen hier nicht mehr Energie verbraucht als erzeugt werden. Ein anspruchsvolles Ziel, das nach Meinung Grotes im Zusammenspiel mit den Bürgern, Umweltverbänden und der heimischen Wirtschaft erreicht werden könnte.
Bundesministerin Annette Schavan gratulierte der Stadt Norderstedt zu dieser Auswahl und hob den guten integrativen Ansatz des Konzeptes hervor. „Die nachhaltige Stadtentwicklung ist ein wichtiges innovationspolitisches Feld der Hightech-Strategie 2020“, sagte sie. „Bei der ZukunftsWerkStadt sind Bürger von Beginn an mit eingebunden.“ Nun hat Norderstedt bis Ende Juni Zeit, diesen breiten Beteiligungsprozess vorzubereiten. „Wir suchen dafür möglichst viele kreative Ideen, wie Norderstedt zu dieser Klima-neutralen Stadt werden kann“, gibt Herbert Brüning, Fachbereichsleiter für Umwelt, die Konzeptstrategie vor. Sollte Norderstedt die Jury der Bundesregierung mit den dabei zusammen getragenen Ideen ein weiteres Mal überzeugen können, winken der Stadt Norderstedt bis zu 250.000 Euro, um diese in die Realität umzusetzen. „Diesem Wettbewerb wollen wir uns gerne stellen“, betont Brüning.
Norderstedt hat bereits in der Vergangenheit etliche Umweltpreise eingeheimst für seine Energiespar-Projekte an den Grundschulen, dem flächendeckenden Einsatz von LED-Technik an Ampeln und Straßenlaternen und dem erfolgreich fair-gehandelten Kaffee, sagt Brüning stolz. „Uns ist es gelungen, auf diese Weise 60 Prozent an Energiekosten in den öffentlichen Gebäuden einzusparen.“ Darum ist Norderstedt auch in den bundesweiten Nachhaltigkeitsrat berufen worden, in dem 16 Städte organisiert sind und ihre Arbeit für den Klimaschutz koordinieren.
Und die Stadtwerke hatten jüngst ein Energiekonzept vorgelegt, mit dem bis 2025 rund 90 Prozent der CO-2-Emissonen eingespart werden könnten. OB Grote: „Umweltfreundlichkeit ist heute ein wichtiger Standortfaktor, der auch einen wirtschaftlichen Nutzen hat, weil immer mehr Betriebe danach ihren Standort auswählen.“ (bf)
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