Aus für alte Ladenzeile

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Das Gebäude ist bereits eingezäunt. Mitte Oktober beginnt der Abriss Foto: blu

Im Einkaufsviertel Schmuggelstieg entsteht für zehn Millionen Euro neues Center

Von Claudia Blume
Es ist das historische Einkaufsviertel für Langenhorner und Norderstedter. Das Schmuggelstieg-Quartier ist in den vergangenen Jahren durch immer neue Baumaßnahmen arg gebeutelt worden. Jetzt folgt der Abriss der Ladenzeile mitsamt dem Parkdeck Am Tarpenufer. Seit kurzem laufen die Entkernungsarbeiten im Inneren, Mitte Oktober rücken dann die Bagger an, um das Gebäude abzureißen. An dieser Stelle entsteht in den kommenden eineinhalb Jahren ein Neubau mit 3.800 Quadratmetern Gewerbefläche, 43 Ein- bis Vierzimmerwohnungen sowie ein Parkdeck und Tiefgarage. Die Unternehmensgruppe Hermann Friedrich Bruhn investiert rund zehn Millionen Euro in das Großprojekt „Schmuggelstieg Center“.

Spielhalle bleibt erhalten

Das Besondere: Die Räume der bestehenden Spielhalle bleiben bestehen. Sie werden in die Baustelle integriert, denn bei einem Abriss würde die Konzession erlöschen und nicht erneuert werden, da es an der Ecke Ulzburger Straße ein weiteres Lokal in unmittelbarer Nähe gibt – so sieht es das schleswig-holsteinische Spielhallengesetz vor. Seit 1. Oktober macht das „Novolino“ deshalb offiziell Betriebsferien – für gut elf Monate. Dass „drumherum“ gebaut wird, war eine Herausforderung für den Statiker, „doch realisierbar“, wie Susanne Schwarte vom Projektmanagement der Unternehmensgruppe Bruhn versichert, „Wände und Decken werden mit Stahlträgern ausgesteift.“ Die Geschäftsleute im Quartier sehen das Großprojekt mit einem lachenden und einem weinenden Auge.
„Wir sind seit acht Jahren durch Bauarbeiten gebeutelt, doch wir versprechen uns eine deutliche Aufwertung durch den Neubau“, sagt Bettina Weidemann, zweite Vorsitzende der IG Ochsenzoll. „In den Köpfen vieler Menschen gilt der Schmuggelstieg leider als Dauerbaustelle, hinzu kommt ein vermindertes Parkangebot.“ Rund 20 Prozent Umsatzeinbußen sind die Folge. Ein eingeschränktes Einkaufserlebnis will auch der erste Vorsitzende, Tobias Mährlein, nicht schön reden. „Wir appellieren bereits an die Mitarbeiter der Geschäfte, möglichst weiträumig zu parken, damit unsere Kunden den örtlichen Parkraum nutzen können.“ Außerdem verweist er auf Stellflächen in der Ulzburger Straße sowie in der Einmündung Langenhorner Chaussee.
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