Bahnübergang entlasten

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Am Bahnübergang Ellerau in der Bahnstraße bilden sich oft Autoschlangen. Foto: Fuchs

Gemeinden suchen nach neuen Verkehrsanbindungen

Von Burkhard Fuchs
Quickborn/Ellerau. Ausbau der Ulzburger Landstraße bis zur B4 oder Bau einer neuen Straße zwischen Pascalstraße und Malchower Brücke mit Querung über die Gronauniederung? Darüber erregen sich zurzeit die Gemüter von SPD und CDU in Quickborn. Der Stadtentwicklungsausschuss hat jetzt die Verwaltung beauftragt, die Gronau-Querung planerisch anzugehen und eine mögliche Finanzierung dieses Straßenbaus abzuklären.
Hintergrund dieser Überlegungen ist die überlastete Bahnstraße, auf der sich der Verkehr am Bahnübergang Ellerau staut, weil dort alle zehn Minuten die Bahnschranken für die AKN heruntergehen. Gerade im Feierabendverkehr kommt es hier zu langen Staus, weshalb die Stadt Quickborn und die Nachbargemeinde Ellerau eine Umfahrung oder Unterführung dieses Bahnübergangs untersuchen ließen. Da dies aber eine sehr kostspielige und deshalb schwer umsetzende Baumaßnahme wäre, hat die Quickborn von dem Ingenieurbüro Masuch und Olbrisch mehrere Alternativen untersuchen lassen.
Das Gutachten kommt zu dem Ergebnis, dass die Gronau-Querung den größtmöglichen Entlastungseffekt für die Bahnstraße mit sich brächte. Demnach würde die Hälfte der jetzt die L76 (Bahnstraße) entlang fahrenden Fahrzeuge über die neue Verbindungsstraße und den Kreisel der Pascalstraße ausweichen. Die Gronau-Querung würde bis zu 12.000 Fahrzeuge am Tag anziehen, so dass sich der Verkehr über die Malchower Brücke zur Ellerauer Straße mit 13.300 Fahrzeugen am Tag mehr als verdoppeln würde.
In der Variante, die Ulzburger Landstraße bis zur B4 (Kieler Straße) auszubauen, sieht das Gutachten wenig Entlastung. „Wir haben allerdings nicht untersucht, wie der Verkehr abfließt, wenn die A7 voll ist“, sagt Ingo Fabian, Projektleiter dieser Studie. „Das war nicht unsere Aufgabenstellung.“
Aber genau das ist für die SPD die Gretchenfrage. Wenn demnächst die A7 zwischen Bordesholm und Hamburg sechsspurig ausgebaut und vor dem Elbtunnel ein Deckel über die Autobahn gezogen wird, könnten viele Autofahrer den Stau auf der A7 durch Quickborn umfahren, fürchtet Nuckel. Dann würden all’ diese Stau-Umfahrer über der Gronau-Querung mitten in Quickborn landen. (bf)
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