Berufsschule Norderstedt startet Pilotprojekt

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Am Berufsbildungszentrum Norderstedt wurde ein Pilotprojekt gestartet Foto: Fuchs

Das BBZ ist Modellschule für „Basistrainer“-Konzept. Hilfe für leistungsschwächere Schüler

Von Burkhard Fuchs
Norderstedt
Als eine von zwei Berufsschulen in Schleswig-Holstein ist das Berufsbildungszentrum (BBZ) in Norderstedt zur Pilotschule für das Projekt „Niemanden zurücklassen“ erklärt worden. Unter der Schirmherrschaft von Bildungsministerin Britta Ernst ist das Modellprojekt gestartet, dass jenen Berufsschülern helfen soll, die Probleme mit dem Lernen haben und denen es schwerfällt, überhaupt eine Lehrstelle zu finden. „Allein an unserer Schule betrifft das etwa 500 Schüler“, sagt BBZ-Leiterin Ina Bogalski. So wird die Berufsschule in Norderstedt jetzt kostenlos mit 9.000 Exemplaren eines speziellen Lehrbuches ausgestattet, das den Schülern das Basiswissen für die Kernfächer Mathematik, Deutsch und Englisch vermittelt. Studienleiter des Landesseminars Berufliche Bildung haben die 190 Seiten umfassende Basistrainer-Lektüre entwickelt. „Wir wollen leistungsschwächere Schüler damit gezielter fördern“, sagte Ministerin Ernst bei der Vorstellung des Programmes in Norderstedt. „Unser Ziel ist es, dass jeder Jugendliche eine gute Chance auf einen erfolgreichen Start ins Berufsleben hat und niemand auf diesem Weg verloren geht.“ 100.000 Euro stelle die Landesregierung dafür zur Verfügung. Angesprochen werden sollen mit diesem „Basistrainer“-Projekt vor allem jene Jugendlichen, die nach Abschluss der Gemeinschaftsschule keinen Ausbildungsplatz gefunden haben, erklärt Berufsschulleiterin Bogalski. „Diese Schüler fit zu machen für den Ausbildungsmarkt, ist das erklärte Ziel dieser Initiative.“ Gerade die Handwerksbetriebe würden oft beklagen, dass den Auszubildenden das Basiswissen in einigen Hauptfächern fehle, so Ministerin Ernst. Diesem Mangel an Know-how solle nun mit dieser Initiative begegnet werden. Vorbild der Basistrainer-Lösung für Berufsschüler sei eine ähnliche Initiative des Landes, die sehr erfolgreich in Grund- und Gemeinschaftsschulen angelaufen sei, erklärte die Ministerin. So konnten dort seit 2007 landesweit 40.000 Schüler damit gezielt gefördert werden. „Diesen Ansatz wollen wir nun auf die berufsbildenden Schulen übertragen, um auch dort die leistungsschwächeren Schüler in den Kernfächern zu fördern und so deren Ausbildungsfähigkeit zu erhöhen.“
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