Besuch im Familienministerium

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Sabine Samel, hier mit Schülern aus Henstedt-Ulzburg, ist die Projektleiterin des Mehrgenerationenhauses.Foto: Jaeger

Projektleiterin des Mehrgenerationenhauses wurde nach Berlin eingeladen

Henstedt-Ulzburg. Sabine Samel hatte viel zu erzählen. Einen Tag nach ihrem Besuch bei Bundesfamilienministerin Kristina Schröder in Berlin schaute die Projektleiterin des Henstedt-Ulzburger Mehrgenerationenhauses in dem ehemaligen Kindergartengebäude an der Beckersbergstraße nach dem Rechten. Sie war zufrieden: Die Schüler hatten am „Boys Day“ in der Küche eine leckere Pizza gebacken und den Tisch festlich gedeckt. Sie machten sich über die Erzieherberufe schlau. Dörte Langbehn und Anja Heise hatten mit ihren Handarbeit- und Häkelkursen viel zu tun, und Yvonne Wasser sorgte für das Allgemeinwohl – alles ehrenamtlich. Sabine Samel berichtete, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel nebenan ihre Kabinettssitzung abhielt, als Kristina Schröder die Vertreter von 450 Mehrgenerationenhäusern herzlich begrüßte und auf die Bedeutung des Aktionsprogrammes II (Laufzeit: drei Jahre) hinwies: „Diese Häuser sind aus der lokalen Infrastruktur nicht mehr wegzudenken.“ Mehrgenerationenhäuser sind zentrale Begegnungsorte, an denen das Miteinander der Generationen aktiv gelebt wird. Sie bieten Raum für gemeinsame Aktivitäten und schaffen ein neues nachbarschaftliches Miteinander in der Kommune. Der generationenübergreifende Ansatz gibt den Häusern ihren Namen und ist Alleinstellungsmerkmal jedes einzelnen Hauses: Jüngere helfen Älteren und umgekehrt, die Integration wird gefördert, der Zusammenhalt gestärkt. Das Mehrgenerationenhaus Henstedt-Ulzburg ist eines der 450 deutschlandweiten Häuser in dem Programm. Es erhält einen jährlichen Zuschuss von 40.n000 Euro und setzt mit vielfältigen Angeboten vier Schwerpunktthemen ein: Alter und Pflege, Integration und Bildung, Angebot und Vermittlung von haushaltsnahen Dienstleistungen sowie freiwilliges Engagement.
„Ein erstes Projektteam-Treffen zur Initiierung einer Freiwilligenbörse für die Großgemeinde unter Einbeziehung lokaler Organisatoren verlief sehr konstruktiv“, sagte Sabine Samel, die Projektleiterin, und sie ergänzt: „Unser Haus wird bisher ausschließlich mit ehrenamtlich engagierten Menschen betrieben.“ Ein weiterer Schwerpunkt ist der Bereich Bildung und Integration, dort ist als nächstes ein türkisches Frauenfrühstück in Kooperation mit der Migrationsberatungsstelle geplant. Auch die Einrichtung von Alphabetisierungskursen, Hausaufgabenhilfe für Kinder mit Migrationshintergrund und Begleitung zu Arzt- und Behördengängen sind in den nächsten drei Jahren möglich. (rj)
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