Bürger für den Umweltschutz

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Iris Buschmann von der Verbraucherzentrale Norderstedt hat bereits mit Norderstedter Schülern Umweltschutzprojekte gemacht. Foto: Fuchs

„Zukunfts-Werk-Stadt“: Jetzt sind die grünen Ideen aller gefragt

Von Burkhard Fuchs
Norderstedt. Die Stadt Norderstedt hat ehrgeizige Ziele. Sie will Deutschlands Umwelt-Hauptstadt werden. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat die 75.000 Einwohner zählende Stadt, die in den vergangenen Jahren bereits zahlreiche Umweltpreise gewonnen hat, im Frühjahr 2012 zu jenen bundesweit 15 Kommunen auserkoren, die nun bis März nächsten Jahres konkrete Umwelt- und Klimaschutz-Projekte entwickeln und umsetzen sollen. 250.000 Euro stellt die Bundesregierung Norderstedt für diese „Zukunfts-Werk-Stadt“ zur Verfügung.
„Wir wollen die Ideen dafür gemeinsam mit den Bürgern entwickeln“, kündigt Projektleiterin Ina Streichert vom Agenda-Büro für ein nachhaltiges Norderstedt im Rathaus an. Erste Vorschläge seien bei einer Befragung von Müttern und Vätern auf Spielplätzen herausgekommen. Dazu sind Umwelt- und Klimaschutzverbände angeschrieben worden. Nun sollen sich alle Bürger an dem Projekt beteiligen können, sagt Ina Streichert. Am Freitag und Sonnabend, 10. und 11. August, ist jeder, der mitmachen will, aufgerufen ins Norderstedter Rathaus zu kommen. Dieser „Kreativ-Workshop“ läuft am Freitag von 15 bis 21 Uhr und am Sonnabend von 14 bis 19 Uhr. „Wir wollen die Bürger und ihre Ideen dabei regelrecht in Bewegung bringen“, kündigt Ina Streichert an. So sollen sie auf Karussells sitzend ihre Gedanken fliegen lassen und bei einer Ideen-Versteigerung „sich selbst überbieten“, beschreibt die Projektleiterin einige der Methoden, wie die besten Umweltschutz-Visionen herausgekitzelt werden sollen. Auf den Spielplätzen, die wegen des schlechten Wetters allerdings nicht sehr gut besucht waren, erfuhren die Mitarbeiter der Verwaltung, wie sich junge Familien eine Beteiligung vorstellen. So erwarten sie von der Verwaltung, den kleinen Kindern frühzeitig das Radfahren beizubringen, um sie zu einer umweltfreundlichen Teilnahme am Straßenverkehr anzuhalten. „Gerade junge Familien sind offen für Veränderungen“, setzt Projektleiterin Streichert viel Hoffnung auf deren Vorschläge.
Aber auch Vereine, Verbände und Unternehmen würden nun in dieses Projekt eingebunden. Das Beratungsunternehmen e-fect, das bereits Klimaschutz-Projekte in Berlin und Brandenburg begleitet hat, wird dabei als Koordinator eingesetzt. Bis März 2013 müssen erste Ergebnisse umgesetzt sein.

Wer an dem zweitägigen kostenlosen Workshop teilnehmen will, sollte sich bis zum 27. Juli anmelden unter
Tel.: (040) 53595370 oder per
Email: agenda21@norderstedt.de oder im Internet:
www.norderstedt.de (bf)
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