City setzt auf Ökologie

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Die Gründungsmitglieder der Energie-Effizienz-Gesellschaft Norderstedt Repro: now

Energie-Genossenschaft hilft Norderstedt Klimaschutzprojekte zu finanzieren

Norderstedt Deutschlands erste Regionale Energie-Effizienz-Genossenschaft (REEG) kommt aus Norderstedt. Ziel des vom Bundesumweltministerium geförderten Pilotprojekts ist es, Energie zu sparen. Professor Dr. Maximilian Gege, Vorsitzender des Bundesdeutschen Arbeitskreises für Umweltbewusstes Management (B.A.U.M) entwickelte das Konzept. „Sinnvolle Einsparmaßnahmen werden von Haushalten und Unternehmen oft nicht umgesetzt, weil das Wissen und das Geld fehlt“, sagt er.
Künftig sollen Unternehmen, kommunale Einrichtungen, Vereine oder kirchliche Träger über die Regionale Energie-Effizienz-Genossenschaft Einspar-Maßnahmen finanzieren und auf das Fachwissen der Genossenschaft zugreifen können. Größte Einsparmöglichkeiten bietet die Umrüstung der Beleuchtung auf LED-Technik. Die Stadt will einer der ersten Anteilseigner sein. Die Mitglieder im Hauptausschuss beschlossen, dass die Verwaltung einen Geschäftsanteil in Höhe von 100 Euro erwirbt, sobald die Genossenschaft in vier Wochen geschäftsfähig ist. „Wir wollen so bestimmte Projekte finanzieren. So belasten wir nicht unseren Haushalt“, sagt Oberbürgermeister Hans-Joachim Grote.

Bürger kaufen Anteile


Denn anders als Bankkredite belastet dieses Geld nicht den Haushalt und auch nicht den Kreditrahmen der Stadt. Erstes Projekt der Genossenschaft wird die Umrüstung der Lichter in der Rathaus-Tiefgarage durch LED-Leuchten und Bewegungssteuerung. „Die Umstellung wird 70.000 Euro kosten“, erklärt B.A.U.M.-Projektleiter Herbert Köpnick. Dafür werden künftig pro Jahr 25.000 Euro Stromkosten eingespart. In gut drei Jahren habe sich die Investition amortisiert. Dieses Geld, abzüglich eines Anteils für die Stadt, nutzt die Energie-Effizienz-Genossenschaft zur Rückzahlung und Zinszahlung an die Geldgeber und damit die Genossenschaftsmitglieder. Denn jeder Norderstedter oder Ellerauer kann einen Genossenschaftsanteil für 100 Euro kaufen. Dafür kann jedes Mitglied der Genossenschaft Darlehen geben, um die Projekte zu finanzieren. Das Darlehen wird für mindestens fünf Jahre festgelegt und jährlich mit vier Prozent verzinst. Mindestbetrag: 500 Euro.
Damit soll die Genossenschaft drei Ziele erfüllen: Mehr Klimaschutz, kosten- und kreditneutrale Investitionen und Einsparungen und gute Zinserträge für die Geldgeber. Geht alles nach Plan, könnten in einem Jahr zwischen 500 und 1.000 Genossenschaftsmitglieder Energie-Effizienzprojekte finanzieren. Als Gründungsmitglied ist die Stadt ebenso wie Ellerau im Vorstand und Aufsichtsrat der Genossenschaft, dazu Wirtschaft und Bürgerschaft. In der Satzung der Genossenschaft steht ein ehrgeiziges Ziel: Bis 2040 könnte Norderstedt klimaneutral werden. (now)

Informationen über Projekte und über die Mitgliedschaft bei Rainer Kant unter Telefon 040 /49071114
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