Das All erkunden

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Die Station ist Teil eines Radioteleskopes, zu dem 50 weitere Antennenfelder gehören Foto: now

LOFAR-Antennenfeld in der Feldmark in Betrieb genommen

Norderstedt Die etwa zwei Meter hohen Antennen auf dem Feld am Hart-hagen sehen für Unwissende unspektakulär aus. Doch mit der LOFAR-Station (Low Frequency Array), die ab sofort in der Feldmark aktiv ist, sollen spektakuläre Bilder aus dem Weltall eingefangen werden. Die Station ist Teil eines Radioteleskopes, zu dem 50 weitere Antennenfelder gehören. Wissenschaftler wollen so unter anderem Informationen über die Anfänge unserer Galaxie kurz nach dem Urknall liefern. Professor Marcus Brüggen, Mitarbeiter der Sternwarte Hamburg, arbeitet an dem Projekt mit. Die knapp 200 Antennen empfangen Radiowellen, 400 Kabel leiten diese an die Rechner im Container. Von dort werden pro Sekunde ein Terrabite Daten zur Hamburger Forschungszentrum Desy und dann nach Jühlich übertragen.

Stärkung der Stadt als Wirtschaftsstandort


„Das sind 100.000 mal mehr Daten, als wir mit unserem Netz für eine Million Kunden an einem Tag übertragen“, macht Theo Weirich, Geschäftsführer des Norderstedter Kommunikationsanbieters wilhelm.tel, deutlich. Wilhem.tel sorgt mit seinen Glasfaserleitungen für den Datentransport bis nach Hamburg. „Wir haben auch viel an dem Projekt gelernt“, sagt Weirich und freut sich gemeinsam mit Oberbürgermeister Hans-Joachim Grote, dass Norderstedt mit dem neuen Radioteleskop am Harthagen als Wissenschaftsstandort zählt. Grote: „Es macht mich stolz, so etwas in der Stadt zu haben.“ Das Image eines Standortes werde auch für Firmenansiedlungen immer wichtiger, weiß er aus den vergangenen Jahren. Und mit dem internationalen Projekt LOFAR „wird Norderstedt berühmt“, wie Professor Dr. Heino Falcke, als deutscher Radioastronom und leitender Wissenschaftler des Projektes in den Niederlanden dem Bürgermeister scherzhaft versicherte. Er arbeitet zurzeit bereits an den nächsten LOFAR-Möglichkeiten. Gemeinsam mit der Europäischen Weltraumorganisation ESA will er sein Projekt nun auch auf den Mond ausdehnen. (now)
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