Das Himmelszelt kommt ins Kloster

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Das Himmelszelt im Norderstedter Stadtpark war ein Blickfang bei der Landesgartenschau im vergangenen Jahr. Foto: Fuchs

Transparentes Kirchenzelt wird jetzt verschickt

Norderstedt. Bei der Landesgartenschau im vorigen Jahr war es ein Ort der Ruhe, Besinnung und Einkehr. Nun hat das Himmelszelt, das zum Ende der Gartenschau abgebaut und eingepackt wurde, eine neue Verwendung bekommen. Es werde künftig auf dem Gelände des Klosters Loccum westlich von Hannover stehen, kündigt Pastor Gunnar Urbach an.
„Besser hätten wir es nicht treffen können, das Himmelszelt bleibt in kirchlicher Nutzung“, freut sich Propst Karl-Heinrich Melzer vom Kirchenkreis Hamburg-West/Südholstein. Genau ein Jahr nach Ende der Landesgartenschau konnte für das runde Zelt dieser neue Einsatzort gefunden werden.
Das Kloster Loccum wurde 1163 als Zisterzienserkloster gegründet und ist heute Predigerseminar, Tagungs- und Veranstaltungsort und wird im kommenden Jahr sein 850jähriges Bestehen mit zahlreichen Veranstaltungen feiern. Wer dann das Kloster besucht, kann das Norderstedter Himmelszelt wiedersehen.
„Damit ist das Ziel des Kirchenkreises gleich in dreifacher Weise erreicht worden“, sagt der frühere Gartenschau-Pastor Urbach: „Das Himmelszelt bleibt erhalten und wird nachhaltig genutzt. Es besteht in einer kirchlichen Nutzung fort. Und mit dem Verkaufserlös ist das Projekt Kirche in der Landesgartenschau Norderstedt 2011 mit Einnahmen und Ausgaben in Höhe von einer halben Million Euro jetzt finanziell ausgeglichen.“
Sein eigentliches Ziel, ein ständiges Gotteshaus im Stadtpark-Gelände zu schaffen, das zu einer überregionalen Hochzeitskirche für Brautpaare werden könnte, erfüllte sich dagegen nicht. Dieses Projekt musste Pastor Urbach wegen der Kosten von mehr als einer Million Euro aufgeben. Es ließ sich nicht finanzieren. Darum entstand die Idee einer wieder abbaubaren Gedenkstätte wie es das transparente Himmelszelt war.
Während der 172 Tage der Landesgartenschau gab es dort 900 Aktivitäten, berichtet Urbach. 22.000 Menschen hätten an den täglichen drei Andachten, an der Kinderzeit, an den sonntäglichen Gottesdiensten und an den zahlreichen Veranstaltungen im Himmelszelt teilgenommen. (bf)
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