Deutschlands bester Jungmaurer

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Marc Wegener aus Quickborn wurde in Trier Bundessieger aller frisch ausgelernten Maurer. Foto: Fuchs

Marc Wegener aus Quickborn wurde in Trier Bundessieger, dieses Jahr will er zur Meisterschule

Von Burkhard Fuchs
Quickborn. Wer demnächst plant, ein Haus zu bauen, sollte sich überlegen, ob er mit dieser Aufgabe nicht Marc Wegener beauftragt. Der 19 Jahre alte, frisch ausgelernte Maurergeselle aus Quickborn ist nämlich Deutschlands bester Jungmaurer. Beim Wettbewerb aller 16 Landessieger, die sich zu einem zweitägigen Vergleich in Trier trafen, erhielt Wegener die meisten Punkte und wurde zum Bundessieger gekürt.
„Das macht mich natürlich sehr stolz, dass ich das geschafft habe“, sagt der hochbegabte Teenager, für den das Maurer-Handwerk schon immer der Traumberuf war. „Maurer und Zimmerleute sind die wichtigsten Gewerke auf dem Bau“, sagt Wegener. „Man sieht, was man schafft. Und meistens bleibt es für eine halbe Ewigkeit stehen.“ Als kleiner Junge half Marc Wegener oft und gern auf spielerische Art seinem Opa Klaus Wegener, der selber Maurer war, wenn dieser im Garten werkelte. Dabei muss er sich eine ganze Menge abgeschaut haben, wenn ihm das Talent nicht bereits in die Wiege gelegt worden ist.
Seinem Chef, Maurermeister Marco Weckbrodt, jedenfalls war sofort klar, was für einen Rohdiamanten er da in seinem Betrieb hat. „Ich habe von Anfang an gesehen, dass Marc richtig gut ist“, erinnert sich Weckbrodt. „Und er hat auch den Willen gezeigt, sein Talent durchzusetzen.“
Mit einem Betriebspraktikum fing Wegener vor dreieinhalb Jahren in dem Maurerbetrieb in Quickborn-Heide an. Damals war er sogar der erste Lehrling in der noch jungen Firma. Inhaber Weckbrodt, 34, war 1998, als er ausgelernt hatte, auch Landessieger geworden. „Beim Bundeswettbewerb habe ich aber nur den vierten Platz geschafft.“
Im Oktober wurde Wegener als innungsbester Auszubildende der Kreis Pinneberger Maurerbetriebe in Rendsburg Landessieger. Da galt es, so akkurat wie möglich in sechseinhalb Stunden ein 1,25 Meter hohes und 1,74 Meter breites Mauerwerk aus Kalksandstein-Ziegeln und Klinkern zu bauen. „Dabei kommt es vor allem darauf an, dass die Fugen alle gerade und passend sind“, sagt der Maurer-Experte.
In Trier wurde diese Aufgabe dadurch erschwert, dass den Prüflingen auferlegt wurde, das Wahrzeichen der Stadt und das Logo der örtlichen Handwerkskammer mit in das Zierstück einzubauen. Und so zierte die Porta Nigra, das altrömische schwarze Stadttor der rheinland-pfälzischen Stadt an der Mosel die Mauerstücke ebenso wie das achteckige hwk-Zeichen Triers. Und das Ganze auch noch mit in sich versetzten gelben und grauen Klinkersteinen und mit der eingemauerten Jahreszahl 2012 drauf.
Kein leichtes Unterfangen, für das die besten Jungmaurergesellen aus den Bundesländern 15 Stunden Zeit bekamen. Am Ende lag Marc Wegener mit 90,8 von 100 Punkten vorn. Sein Lohn dafür: eine Urkunde und 600 Euro in bar. Für den Landessieg bekam er bereits 250 Euro. Bei einem Lehrlingsgehalt von 970 Euro ist das schon ein netter Zuverdienst für den ausgezeichneten Handwerker.
Inzwischen verdient er als Geselle bei Weckbrodt mehr. Und Marc Wegener schaut auch in die weitere berufliche Zukunft. „Im nächsten Jahr will ich auf die Meisterschule.“ (bf)
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