Die großen unter den Mini-Zügen

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Karl-Herinz Reuter baut mit einem Vereinskollegen an seinem Modell

Im Verein die Leidenschaft für Spur-0-Bahnen pflegen

Kisdorf/Norderstedt. Große Liebe zu kleinen Zügen auf großer Spur: „Es gibt 1600 registrierte Spur-0-Bahner, aber es sind wohl bis zu 6000 aktive Spurnuller zu finden“, berichtet Karl-Heinz Reuter. Weil der Modelleisenbahnfreund aus Norderstedt in seinem privaten Keller kaum Platz für eine eigene Modelleisenbahnanlage hat, schloss sich der Sammler dem Verein N-Bahnerkreis aus Kisdorf an.
„Ich bin auf Spur-O umgestiegen, weil mir die anderen
Modellreihen einfach zu filigran wurden“, sagt er. Mit der Zeit konnte der 59-Jährige die Details der Modelle nicht mehr so gut erkennen. Das besondere an Modelleisenbahnen der Spur-0 ist, dass die Züge, Loks und vor allem die Gleise im Maßstab 1:43 verhältnismäßig groß und daher einfacher zu handhaben sind.
„Wir treffen uns in einer großen Halle im Margarethenhoff, um Module zusammen zu setzen. Auf Tischen einer Höhe von 1,10 Meter werden die Gleis-elemente und Landschaften zusammengebaut. Das kann bis zu zwei Stunden dauern. „Wir fahren danach einspurig strikt nach einem ausgearbeiteten Fahrplan, viele haben sogar einen eigenen Bahnhof inklusive Bahnhofsschild“, verrät Karl-Heinz Reuter.
Vor der Jungfernfahrt werden Dampfloks auf Hochglanz geputzt, Schienen mit extra präparierten Schwämmen gleitfähig gemacht und letzte Unebenheiten so vermieden, damit Loks nicht entgleisen. Inzwischen fahren die Loks dank der Elektronikkenntnisse von Hans Dieter Sekunde drahtlos per Funk. Der IBM-Spezialist liebt die Technik, weniger das Modellbauen.
„Die mechanischen Teile zu überwachen, macht mir Spaß, ich habe ein ausgeklügelte Steuerungstechnik dafür entwickelt“, bestätigt Schrauber Hans Dieter Sekunde. Bis Ende der vierziger Jahre war die Spur-0 der Maßstab schlechthin. Erst in der Nachkriegszeit begann die Spielwarenindustrie, Modellbahnen in kleineren Maßstäben zu entwickeln. (tj)
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