Die Welt mit anderen Augen sehen

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Renate Rasche, Sibylle Warmbold und Heike Schulze-Gudladt (von links) mit Gast Robert Campbell beim 100. Austausch der Norderstedter Friendship-Force-Gruppe. Foto: Fuchs

100. Besuchsaustausch der Friendship-Force-Gruppe in Norderstedt

Norderstedt. Die Idee zu dieser globalen Völkerverständigungspolitik hatte Jimmy Carter. Der damalige US-Präsident hatte 1977 mit seiner Frau Rosalyn und Wayne Smith die Vision, einen weltweiten Besuchs-, Kultur- und Gedankenaustausch zu etablieren. Er war fest davon überzeugt, dass freundschaftliche Bande zwischen Menschen verschiedener Nationen und Kulturen nicht nur eine persönliche Bereicherung für den einzelnen seien, sondern dem gegenseitigen Verständnis dienen und somit im weitesten Sinne den Weltfrieden fördern könnten.
„Diese Vision wurde Wirklichkeit“, sagt Renate Rasche, die mit der Vereinsvorsitzenden Heike Schulze-Gudladt vor knapp 30 Jahren in Norderstedt die erste hiesige Gruppe der „Friendship Force“ ins Leben gerufen hat, die Carter 1977 in seiner Heimat Atlanta im US-Bundesstaat Georgia gründete. Seitdem haben die „Friendship Force“-Programme Zehntausende von persönlichen Freundschaften geschaffen und weltweite Bindungen zwischen Menschen unterschiedlichster Nationen und Kulturkreise begründet und gefestigt. Weltweit gibt es heute 350 Clubs in über 60 Ländern auf allen fünf Kontinenten. In Deutschland sind es 33 Zusammenschlüsse solcher „Freundschafts-Kräfte“. Das Motto aller sei, so Renate Rasche: „Die Welt mit anderen Augen sehen. Eine Welt voller Freunde ist eine Welt voller Frieden.“ bDie Norderstedter Organisation mit ihren 80 Mitgliedern feierte jetzt ein rundes Jubiläum. Der einwöchige Besuch von 20 Friendship-Force-Anhängern aus Neuseeland in Norddeutschland war der 100. Besuchsaustauschs, den die Norderstedter Gruppe organisierte. Renate Rasche und Heike Schulze-Gudladt waren selbst schon in Dutzenden von Ländern. Sie besuchten Neuseeland, Australien, Brasilien, Japan, Costa Rica, Mexiko, Russland, Südafrika, Polen und die USA und beherbergten Gleichgesinnte aus diesen Ländern für eine Weile bei sich zu Hause. Das war auch jetzt wieder bei den Neuseeländern der Fall. Diese wohnten allein oder zu zweit bei den Norderstedtern bei freier Kost und Logis. Lediglich die Reisekosten und eine Pauschale von 100 Euro für Eintrittsgelder und Fahrtkosten musste jeder der Friendship-Force-Pioniere selber tragen, erzählt Rasche. Denn das Besuchsprogramm war umfangreich. Besuche in Hamburg und Lüneburg standen auf dem Programm. Eine Hafenrundfahrt wurde unternommen, das Hamburger Rathaus, der Markt in der Isestraße und der Norderstedter Stadtpark besichtigt. Dort haben die Friendship-Force-Mitglieder zur Landesgartenschau einen Findling gesetzt, den sie jetzt ihren Gästen aus dem fernen Ozeanien zeigten. Und zum Abschluss belegten alle zusammen einen Kochkursus in der Volkshochschule, wo sie sich mit Spezialitäten aus ihren Heimatländern beköstigten. Robert Campbell, Vorsitzender der Neuseeländischen Delegation war begeistert. „Wir fahren mit sehr guten Erinnerungen nach Hause. Glückwunsch zu eurem 100. Besuch vom Kiwi-Club!“
Die Norderstedter Gruppe der Friendship Forces trifft sich an jedem ersten Mittwoch im Monat um 19.30 Uhr im Norderstedter Rathaus (Raum K 212). (bf)

Kontakt: Renate Rasche, Telefon: 04106/7667866, E-Mail: renate.rasche@friendshipforcenorderstedt.de
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