DRK warnt vor „Konkurrenz“

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Christoph von Hardenberg zeigt einen der vier Altkleidercontainer, die auf dem DRK-Gelände aufgestellt wurden Fotos: tj

Gewerbliche Sammler in Norderstedt verringern Erträge der Kleiderspende

Von Tina Jordan
Norderstedt. Gewerbliche Altkleider-Container, von der Firma Elko-Trans-KG am Kirchenstieg aufgestellt, sorgen derzeit für Ärger. Die gelben Altkleidercontainer unterscheiden sich nicht nur in Größe, Farbe und Aufmachung von DRK-Containern, auch die Gewinne der gewerblichen Betreiber fließen zu 100 Prozent in private Taschen.
Solche Second-Hand-Ware ist auf Märkten in Osteuropa und Afrika gefragt. Pro Tonne Altkleider werden etwa 400 Euro kassiert. Aufgestellt werden die Container oft an Stellen, für die sich niemand zuständig fühlt So stehen sie oft auf unbebauten öffentlichen Grundstücken, aber auch neben anderen Sammelbehältern an Supermärkten oder neben Bushaltestellen.

Gewerbliche Sammler spielen auf Zeit

Selbst wenn die Gemeinde oder Stadt irgendwann durch Anzeigen auf „Profitaltkleidercontainer“ reagiert, haben die Altkleiderabzocker schon reichlich gesammelt. Auch in Norderstedt meldete das DRK den unrechtmäßig aufgestellten Container dem Ordnungsamt. Dies setzte der Elko-Trans-KG eine Frist, den Container abzutransportieren. Wenn das Unternehmen nicht in der vorgegebenen Frist reagiert, transportiert die Stadtreinigung die gewerblichen Container ab.
In der Regel vergehen einige Tage und Wochen, bis die gewerblichen Altkleidercontainer entdeckt und gemeldet werden.
Das hat große Auswirkungen auf die DRK-Altkleidersammlung. Denn das Deutsche Rote Kreuz, das getragene Kleidung zu einem großen Teil kostenlos an Bedürftige verteilt, vermeldet einen enormen Rückgang von Kleiderspenden.
Laut Christoph von Hardenberg, dem Vorsitzenden des DRK-Ortsverbandes, mangelt an gut erhaltenen Federbetten und Kissen, Bettwäsche, Wintermäntel, Anoraks, Lederjacken und -mäntel. Auch Anzüge, Winterschuhe, Pullover, Blusen oder Herrenhemden sind laut von Hardenberg stark nachgefragt.

„Wir rufen dringend zu Kleiderspenden auf “ Chrisoph von Hardenberg, DRK-Vorsitzender

„Wir rufen dringend zu Kleiderspenden auf“, sagt Hardenberg. Das DRK sammelt in vier Kleidercontainern, die auf dem Grundstück des DRK-Hauses, an der Ochsenzoller Straße 124, und am Kielortring 51 stehen. Mehr als 15 ehrenamtliche Helfer sortieren die Kleiderspenden mehrmals jede Woche, anschließend werden sie in die Sammelstelle gebracht werden.

Bislang waren Erträge zufriedenstellend

Bislang waren die Erträge zufriedenstellend: „Im Jahr 2012 wurden 13.000 Kleidungsstücke an fast 4500 Personen ausgegeben, die wir über Spenden für die Kleiderkammer ausgegeben haben“, sagt Christoph von Hardenberg vom DRK-Ortsverein Norderstedt. Das DRK sei die einzige Organisation in Norderstedt, die Kleider an bedürftige Personen kostenlos abgibt.
Norderstedter die alte Kleidung oder Wohntextilien abgeben möchten, sollen dies künftig nur Grundstück des DRK-Hauses, Ochsenzoller Straße 124 oder in den DRK-Container am Kielortring 51 einwerfen.
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