Ein besonderer Turm

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Carola Rietdorf (v.l.), Irene Lühdorff, Claudia Weisbarth, Christine Wullenweber und Eleonore David organisieren das Fest zum 150. Jubiläum des Kirchenturms Foto: bf

150 Jahre Marienkirchturm: Ein Fest und keine Fenster....

Quickborn/Hasloh. Die Kirche feierte vor vier Jahren ihr 200-jähriges Bestehen. Nun wird der 150. Geburtstag des Kirchturms der Marienkirche in Quickborn am Sonntag, 26. Mai, mit einem großen Turmfest gewürdigt. „Kirchenschiff und -turm sind nicht gleichzeitig gebaut worden“, weist Kirchenvorsteherin und Mitorganisatorin Irene Lühdorff auf eine pikante Besonderheit der heute 7600 Mitglieder zählenden evangelischen Kirchengemeinde Quickborn-Hasloh hin.
Ursprünglich wollte die Quickborner Bürgerschaft Kosten sparen, indem der Kirchbau von 1809 ohne einen Turm verwirklicht wurde.
Als dann aber 50 Jahre später die Kieler Straße (heutige Bundesstraße 4) Altona mit Neumünster verband und direkt an der Kirche vorbeilief, war den Kirchenoberen ihr Gotteshaus nicht mehr repräsentativ genug: Ein Kirchturm wurde 1863 nachgebaut, allerdings nicht wie der Kirchbau im klassizistischen, sondern im neoromanischen Stil.

Großes Fest mit Tombola

„Aber wir haben uns daran gewöhnt und werden ihn bestimmt nicht abreißen“, schmunzelt die Kirchenvorsteherin. Ohnehin steht das Bauwerk, der erste Kirchbau des königlich dänischen Hofbaumeisters Christian Frederik Hansen in Schleswig-Holstein, unter Denkmalschutz.
Die aufwendige Sanierung des Kirchturms im Jahre 1999, die die Gemeinde 550.000 Mark gekostet hat, war Anlass für das erste Kirchturmfest, das seitdem alle zwei Jahre feierlich begangen wird und jedes Mal etwa 4500 Euro einbringt durch den Verkauf von Kaffee und Kuchen sowie eine Verlosung, an der sich die Quickborner Geschäftsleute engagiert beteiligen. Außer der Tombola bietet das Turmfest am 26. Mai von 11 bis 17 Uhr ein buntes Programm mit Musik, Spiel, Ausstellungen, Flohmarkt, Versteigerung und einem großen kulinarischen Angebot. Auch Kirchenführungen werden angeboten. Ein Manko hat das Fest allerdings. Der Kirchturm selbst ist nicht begehbar. Wegen der engen Wendeltreppe hinauf wäre dies zu gefährlich für die Besucher, warnt Pastorin Claudia Weisbarth. Und selbst wenn es jemand nach oben auf den 32 Meter hohen Turm schaffen sollte - einen Ausblick von Quickborns höchstem Gebäude kann er dennoch nicht genießen: Er hat keine Fenster. (bf)
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