Einschneidender Schritt

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Guiseppe Ricotta (2.vl.) hatte seine Frau Kim und seine sizilianischen Eltern Teresa und Paolo Ricotta mit ins Rathaus zur Einbürgerungsfeier gebracht Foto: Fuchs

16 Migranten wurden im Norderstedter Rathaus eingebürgert

Von Burkhard Fuchs
Norderstedt. In einer feierlichen Zeremonie hat Landrätin Jutta Hartwieg 16 Migranten aus neun Herkunftsländern ihre Einbürgerungsurkunden übereicht. Die gebürtigen Rumänen, Inder, Italiener, Schweden, Kroaten, Polen, Georgier, Bulgaren und Ecuadorianer leben schon seit mehreren Jahren in Deutschland. „Diese Zeremonie wurde zum ersten Mal im Norderstedter Ratssaal abgehalten, weil 14 der 16 Personen in der größten Stadt des Kreises leben“, erläuterte Sandra Fait-Böhme vom Fachdienst für Ausländer- und Asylangelegenheiten. „Jedes Jahr würden etwa 220 Einwanderer im Kreis Segeberg auf diese Weise zu deutschen Staatsbürgern“, erklärte sie weiter. Die Bürgermeister der drei Wohnorte, Hans-Joachim Grote (Norderstedt), Elisabeth von Bressensdorf (Henstedt-Ulzburg) und Hans-Jürgen Kütbach (Bad Bramstedt), ließen es sich nicht nehmen, ihre Neubürger bei diesem einschneidenden Schritt in ihrem Leben persönlich zu begleiten. Landrätin Hartwieg würdigte die Entscheidung der Migranten, ihre Staatsbürgerschaft zu ändern, als großen Schritt, der ihnen sicherlich „nicht leicht gefallen sei.“
Guiseppe Ricotta ist in Hamburg geboren und lebt seit Jahrzehnten in Norderstedt. Er hatte seine deutsche Frau Kim und seine sizilianischen Eltern ins Rathaus mitgebracht. „Ich bin hier geboren und möchte mehr Mitspracherecht, was beispielsweise Wahlen angeht, haben.“ Wenn allerdings bei der Fußball-Weltmeisterschaft im Som-
mer Deutschland auf Italien treffen sollte, hält er doch
eher zum Heimatland
seiner Vorfahren. „Beim Fußball ist er sehr eigen“, gibt Vater
Paolo Ricotta mit einem Lächeln zu.
Die gebürtige Rumänin Iona Predonescu ist seit 2005 in Deutschland: „Ich bin durch meinen Beruf bei der Lufthansa in Hamburg hierher gekommen. Man sollte den Einwanderern die Chance geben, sich in die Gesellschaft einzubringen. Die Neuankömmlinge müssen aber auch ihren Beitrag dazu leisten, indem sie hier arbeiten“, so Predonescu.
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