Energieberatung

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Iris Thyroff-Krause (links) und Jutta Lorenzen sind die Energieberaterinnen für die Verbraucherzentrale Norderstedt, die auch für den Kreis Segeberg zuständig ist. Foto: Fuchs

Experten besuchen Verbraucher nun direkt zu Hause

Norderstedt. Wer Strom und Heizkosten sparen möchte, kann sich jetzt einen Energieberater der Verbraucherzentrale in Norderstedt ins Haus holen.
Jutta Lorenzen und Iris Thyroff-Krause kommen auf Wunsch direkt zum Verbraucher, um deren Heizkostenabrechnung und Stromverbrauch auswerten. Dieser Service kostet nur zehn Euro. Einfamilienhausbesitzer können auch einen Gebäudecheck machen lassen, der ihnen Hinweise über die Wärmedämmung im Haus gibt, ob die Fenster zu viel Wärme durchlassen. Auch die Heizungsanlage wird unter die Lupe genommen. Diese Vor-Ort-Beratung dauert zwei Stunden und kostet
20 Euro, sagt Iris Buschmann von der Verbraucherzentrale.
Für Studenten, Sozialhilfeempfänger und Bezieher von Arbeitslosengeld II ist dies kostenlos.
Die Verbraucher sollten allerdings keine umfassende Analyse erwarten. Die Ergebnisse würden in einem standardisierten schriftlichen Bericht festgehalten. Dieser ist zumindest aufschlussreich darüber, wo die größten Energiefresser in der Wohnung sind und welche Erfolge Verbraucher mit welchen Gegenmaßnahmen erreichen könnten.
Zuschüsse vom Bund
Möglich wird diese preisgünstige Energieberatung durch Zuschüsse der Bundesregierung, erklärt Carina Vogel von der Verbraucherzentrale Kiel. So fördere das Bundeswirtschaftsministerium seit 1978 die Energieberatung der Verbraucherzentralen. „Landesweit haben unsere Berater in 20 Städten voriges Jahr 3205 Energieberatungen gemacht. In Norderstedt waren es allein 284“, berichtet Carina Vogel.
Wie viel Energie und Geld schon mit besonders energieeffizienten Haushaltsgeräten gespart werden kann, zeigt eine Untersuchung, die die Verbraucherzentrale in einer Broschüre mit umfangreichem Zahlenmaterial zusammengestellt hat. So ließen sich mit den energieärmsten Kühlschränken im Vergleich zu jenen mit dem höchsten Verbrauch 350 Euro Stromkosten im Jahr sparen. Bei Gefrierschränken steigt dieser Wert sogar bei einigen Modellen auf mehr als 1000 Euro an. Ähnliche Werte gelten für Wasch- und Spülmaschinen oder Wäschetrockner.
„Natürlich dürfen wir keine Empfehlung für bestimmte Markenprodukte abgeben“, betont Iris Buschmann.
Die größten Stromfresser im Haus seien aber Saunen, Wasserbetten, Terrarien und Durchlauferhitzer. Wer den Stromverbrauch für einzelne Geräte checken möchte, kann ein kostenloses Messgerät dafür in der Verbraucherzentrale ausleihen. Und wer gerne seine Wohnung auf 24 Grad Celsius heizt, verbraucht ein Viertel mehr als jemand, der sich mit 20 Grad begnügt, so Jutta Lorenzen. Die festen Termine für die Energieberatung in sind jeweils dienstags von 11 bis 17 Uhr und freitags von 9 bis 13 Uhr. Eine vorherige Anmeldung unter t 040/5238455. Der Anruf ist kostenfrei, auch aus dem Mobilfunknetz. (bf)
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