Feuernacht: Fans warteten stundenlang auf Karten

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Sven Seybold (v.l.), Nico Köhnke, Yessica Laub und Michael Rothkoegen warteten vor der Wache, um Karten für die Feuernacht zu ergattern
Norderstedt. Am Sonnabend,
8. Februar, wird in Norderstedt Karneval gefeiert. Die Feuernacht der Freiwilligen Feuerwehr Harksheide gilt seit 25 Jahren als die Kostümparty der Stadt und Umgebung. 1000 Karten gibt es für jedes Fest, aber nur 500 werden verkauft. Die übrigen gehen an fördernde Mitglieder der Feuerwehr und die Kameraden. Umso begehrter sind die verfügbaren Tickets. Jedes Jahr machen Faschingsfreunde daher bereits aus dem Kartenverkauf eine Party. Viele warten seit den frühen Morgenstunden vor der Wache, bis der Verkauf um
14 Uhr startet.
Bereits um 5.30 Uhr machten sich zum Beispiel Tobias Lindecke (24) aus Norderstedt und Sakun Bergkayn, (20) aus Neumünster auf, um Karten für die Feuernacht zu ergattern. Bei fünf Grad und Dauerregen harrten sie am Schützenwall 47 in einem Pavillon-Zelt mit Grill und Getränken aus.
„Die Party ist legendär, die Stimmung super, vom Alter her buntgemischt und man trifft viele Bekannte“, sagten Manfred (47) und Ines Grewe (49) aus Norderstedt. Um vor Wind und Wetter geschützt zu sein, haben sich die beiden zusammen mit Karsten Lehmann, Christina Lade und Andreas Fessler einen Unterstand gezimmert. In Wolldecken und warme Jacken gehüllt, hielten sie sich mit Tee oder Kaffee warm. Neben der Gruppe warten zwölf Tangstedter. Sie berichten, dass sie seit 7.30 Uhr da sind und auf den Beginn des Kartenverkaufs warten. „Das Ansitzen hier macht doch auch schon Spaß“, verrät Jan Günther (22). Er ist mit Philipp Delle (25) gekommen, der das erste Mal zur Feuernacht will.
Anders als Sven Seybold, der seit 25 Jahren bei jeder Feuernacht dabei war weiß, dass sich das Warten auf die begehrten Karten lohnt. „Wir können als regelmäßige Feuernachtbesucher garantieren, das man wirklich viel Spaß hat, egal als was man sich verkleidet“, sagt er. Dennoch seien die vielen kreativen Faschingskostüme natürlich jedes Jahr wieder spannend. Viele der Wartenden wussten bereits, als was sie sich verkleiden wollen. „Ich gehe als Vampir“, sagt Sven Seybold. Nico Köhncke (21) kommt als Elvis, Michael Rothkoegen (44) aus Langenhorn wird sich als Schlumpf verkleiden.
Im Nachbarzelt haben sich die meisten Partyfreunde geschworen, als Minions zu kommen. „Die kleinen Phantasiefiguren aus dem Kinofilm ‚Ich, einfach Unverbesserlich‘ sind doch zum Anbeißen, oder? Wir kaufen jetzt noch Schweißerbrillen und malen uns gelb an“, sagen René Ginckel und Jan Günther. Manfred Greve hat sich den „Tod“ als Kostüm ausgesucht.(tj)
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