Fröhliche Wiedereröffnung des Sozialkaufhauses

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Bereichtsleiter Detlef Boie (2. von links) mit seinen Mitarbeitern Uwe Lemke, Matthias Kruse, Dirk Harms und Mathias Podhostnik.

Kaltenkirchener Beschäftigungsprojekt soll neue Arbeitsplätze schaffen

Kaltenkirchen. Jutta Hartwieg kam pünktlich auf die Minute, schaute sich ein wenig um und sagte: „Ich freue mich, dass ich heute hier sein darf und bin der Einladung gerne nachgekommen.“ Es war eine fröhliche (Wieder)-Eröffnungsfeier in den renovierten Räumen des im März 2011 geschlossenen Sozialkaufhauses am Kisdorfer Weg in Kaltenkirchen. „Ran und Gut“ ist der richtige Name für das Projekt“, so die Landrätin.
Detlef Boie, neuer Leiter des Beschäftigungsprojektes und Bereichsleiter Arbeit und Kultur in der Behindertenhilfe der Stiftung „Rauhes Haus“, beschreibt die wesentlichen Inhalte so: „Das Sozialkaufhaus schafft neue Arbeitsangebote für Menschen mit Behinderung als eine gute Alternative zu Werk- und Tagesförderstätten. Dabei kooperieren wir mit anderen Bildungsträgern wie dem Verein Regenbogen e.V. und der Volkshochschule.“ 30 Mitarbeiter wird das Sozialkaufhaus beschäftigen - darunter Menschen mit Behinderungen, Langzeitarbeitslose und Jugendliche ohne Ausbildungsplatz.
Für Umbau und Neuanschaffungen hat die Stiftung einmalig 70 000 Euro investiert. Hinzu kommen Spenden des Unternehmens Interturbine und der Sparkasse Südholstein sowie private Spenden. Die Monatsmiete (1000 Euro) tragen die Stadt Kaltenkirchen (250 Euro), Henstedt-Ulzburg (150 Euro), Kisdorf (50 Euro) und sechs Gemeinden des Amts Kaltenkirchen-Land (50 Euro).
Winwin-Situation
„Durch die Zusammenarbeit mit anderen Bildungs- und Leistungsträgern bündeln wir hier verschiedene Maßnahmen, die alleine oft nicht leistungsfähig genug sind“, sagt Klaus Volke, Stiftungsbereichsleiter Behindertenhilfe des Rauhen Hauses. „Wir schaffen so einen echten ‚Return of Investment‘, eine sogenannte Win-win-Situation.“
Menschen mit Unterstützungsbedarf, so Volke, erhalten eine sinnstiftende, bezahlte Arbeit und die Bürger der Region profitieren davon. In diesem Fall erhalten sie eine Dienstleistung, die den Erwerb von günstigen Möbeln, Textilien und anderem Hausrat ermöglicht. „Ich bin begeistert, mit welchem Engagement die Kaltenkirchener gemeinsam mit Menschen mit Behinderung umgesetzt haben“, betont Detlef Boie. „Hier ist ein großartiges Gemeindeprojekt entstanden.“ (rj)

Spenden in Form von Möbeln, Kleidung und Haushaltsartikeln nimmt das Sozialkaufhaus gerne entgegen. Informationen montags bis donnerstag, 10 bis14 Uhr unter Tel.: 04191-9539680.
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