Garstedts neue Ecke

Anzeige
Die Animation zeigt, wie der Neubau der Norderstedter Bank an der Ochsenzoller Straße/Berliner Allee aussehen könnte Quelle: dl Architekten-Partner, Bad Bramstedt

Norderstedter Bank könnte Fläche für Neubau nahe Herold-Center nutzen

Von Claudia Blume
Norderstedt
Die Ecke Ochsenzoller Straße/Berliner Allee soll ein neues Gesicht bekommen. Nicht nur mit dem geplanten Kreisverkehr. Auf dem 1.700 Quadratmeter großen stadteigenen Eckgrundstück, auf dem sich aktuell ein Behelfsparkplatz befindet, könnte die Norderstedter Bank ihr neues Stammhaus bauen.

Bank muss finanzielle Möglichkeiten prüfen


Ende vergangener Woche avisierte der Ausschuss für Stadtentwicklung und Verkehr einen möglichen Verkauf und beschloss die Aufstellung des Bauleitplans. Erste Architekten-Entwürfe zeigen einen Gebäudekubus aus mehreren ineinander übergehenden Teilen, der sich über zwei bis vier Geschosse erstreckt und eine moderne Lochfassade aus rotem oder hellgrauem Ziegelstein und vielen Glaselementen enthält. Das Innere dominiert eine luftige Wendeltreppe, die – wie auch ein Aufzug - alle Geschosse miteinander verbindet. In der obersten Etage sind Räumlichkeiten mit Dachterrasse vorgesehen, die auch für externe Veranstaltungen genutzt werden können. Eine Tiefgarage schafft 44 Stellplätze.
Wann es mit dem Neubau losgeht, ist allerdings noch offen. „Die Pläne sind nur vorläufig und nicht endgültig“, schränkt NoBa-Vorstandsmitglied Reiner Schomacker ein. Und weiter: „Im Hinblick auf geschäftliche Perspektiven und im Zuge langfristiger Überlegungen ist die Möglichkeit sehr interessant. Eine Detailplanung erfolgt erst, wenn feststeht, ob das Projekt für uns überhaupt realisierbar ist.“ Und deshalb wird in den kommenden Wochen in der Bank kräftig gerechnet, ob das Millionenobjekt zu finanzieren ist. Dennoch kommt der Grundstücksverkauf der Stadt wie gerufen, denn die NoBa ist unter Zugzwang. Das Haupthaus in der Ochsenzoller Straße stammt aus den 80er Jahren und genügt weder energetischen und behindertengerechten Ansprüchen, noch verfügt es über adäquat modern ausgestattete Arbeitsplätze.

Lage wäre optimal


„Derzeit ist jede Ecke belegt, sogar das Casino und ein Besprechungszimmer wurden verkleinert, um weitere Büros zu schaffen“, erklärt Reiner Schomacker. „Wir müssen handeln und haben drei Optionen: Abriss, Kernsanierung oder Neubau. Schließlich möchten wir unseren Mitgliedern, Kunden und Mitarbeitern ansprechende und zeitgemäße Räumlichkeiten bieten.“ Mit einem neuen Standort im Einzugsbereich des Herold-Centers wäre das Bankhaus sehr zufrieden, zumal einige Geschäftsbereiche aus drei weiteren Filialen im Neubau gebündelt werden könnten. Derzeit beschäftigt das Unternehmen 52 Vollzeitmitarbeiter. Das neue Gebäude sieht 60 Arbeitsplätze vor. Das politische Prozedere für den möglichen Neubau sieht für Ende 2015 oder Anfang 2016 eine öffentliche Bürgerbeteiligung vor, im Frühjahr wird über den vorhabenbezogenen Bebauungsplan entschieden.
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige