Gebote erwünscht

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Organisatorin Margrit Hoppe (2.v.r.), Künstlerin Renate Hoffmann (3. v.l.) und das Tangstedter Apotheken-Team hoffen auf viele Gebote Foto: blu

Apotheke als Ausstellungsort für Charity-Aquarelle

Von Claudia Blume
Tangstedt
Margrit Hoppe ist gern spontan. „Die Bilder von Renate Hoffmann haben mich beim ersten Anblick im Herzen berührt. Ich wusste sofort, dass man daraus etwas machen muss“, sagt die zierliche Frau. Auf beiden Motiven ist jeweils eine Gruppe Menschen zu sehen, die dem Betrachter den Rücken zuwenden, sie scheinen unterwegs zu sein, einige tragen lange Gewänder.
Bilder, die den bezeichnenden Titel „Irgendwo im Nirgendwo“ tragen und die aktuelle Flüchtlingssituation widerspiegeln – nicht düster gemalt, sondern in heiteren, bunten Farben, die Hoffnung versprechen. Nicht nur auf den Bildern, auch mit den Bildern, dachte sich die Tangstedterin und initiierte eine Charity-Aktion, bei der beide Aquarelle zugunsten der Flüchtlingshilfe meistbietend verkauft werden.
Die Ahrensburger Künstlerin Renate Hoffmann war von der Idee sofort begeistert. „Alle sind doch aufgerufen, nach ihren Möglichkeiten zu helfen“, sagt die 72-Jährige. Doch während sie gewöhnlich ihre Kunstwerke in Galerien ausstellt, stehen zwei ihrer Bilder nun in der Liliencron-Apotheke in Tangstedts Hauptstraße. Ein ungewöhnlicher Ort, der jedoch bewusst von Margrit Hoppe gewählt wurde. „In einer Apotheke gehen viele Menschen ein und aus, gerade in der Erkältungszeit im Herbst kommt fast jeder hier vorbei.“ Apotheken-Inhaberin Katharina Struve war gleich von der Aktion überzeugt und stellt gerne das große Schaufenster zur Verfügung – dort sind die Aquarelle und einige Leporellos auf Staffeleien dekoriert.

Bilder werden meistbietend verkauft


Jeder Interessent kann sein Gebot abgeben. Der Einstiegspreis liegt bei 250 Euro für die bereits gerahmten Originale. „Es wäre toll, wenn pro Kunstwerk 1.000 Euro zusammenkommen würden, damit Projekte wie die Norderstedter Tafel, die auch eine neue Ausgabestelle in Tangstedt hat, unterstützt werden können“, hofft die Organisatorin.
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