Gefahr für das Grundwasser?

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SPD-Bundestagsabgeordneter Franz Thönnes: Wir lehnen Gasförderung nach der Fracking-Methode im Kreis Segeberg ab. Foto: Fuchs

Firma will im Kreis nach Erdgas und Erdöl bohren

Kreis Segeberg. Für reichlich Aufregung im Kreis sorgt zurzeit der Antrag eines kanadischen Unternehmens, eine so genannte Aufsuchungserlaubnis zu erhalten, um im Bereich von Bad Bramstedt/Kaltenkirchen nach Erdgas und Erdöl bohren zu können. Bei den Umweltverbänden und Politikern stößt dies auf Widerstand.
Der Bundestagsabgeordnete Franz Thönnes (SPD) fordert: „Keine Gasförderung nach dem Fracking-Verfahren im Kreis Segeberg.“
Die Gegner befürchten verschmutztes Grundwasser, kleinere Erdbeben und brennbares Wasser aus dem Wasserhahn, falls die Pläne der Firma PRD Energy GmbH Realität werden sollten. Schäden werden vor allem für das Grundwasser befürchtet: So würde nur ein Teil der eingesetzten Flüssigkeit zurückgepumpt, krebserregende Chemikalien verblieben an den Gesteinsrissen und könnten ins Grundwasser sickern, so die Sorge.
Arne Hansen (Grüne), Vorsitzender des Umweltausschusses des Kreistages, sagt: „Die Probebohrungen sind nicht das Problem. Es geht um den Mix an toxischen Chemikalien, der im Boden bleibt und das Grund- und Trinkwasser gefährden kann.“ Er werde eine Resolution im Kreis-Umweltausschuss dagegen einbringen. Dasselbe hat die WHU-Fraktion in Henstedt-Ulzburg vor. Und der Norderstedter SPD-Kreistagsabgeordnete Reinhold Nawratil sagt: „Wir von der SPD sind strikt gegen dieses Fracking. Wir werden die Resolution der Grünen unterstützen.“
Bei der Fracking-Methode wird ein Gemisch aus Wasser, Sand und chemische Additiven unter hohem Druck in den Untergrund gepresst, um tief liegende Gesteinsformationen aufzubrechen und das Gas herausströmen zu lassen. (bf)
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