Gefahr steigt im Advent

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Anneliese Stapelfeldt, vom Verein „Paulinchen“, zeigt einen Flyer, der ab sofort im Rathaus ausliegt und auf Gefahren für Kinder durch Feuer aufmerksam machen soll Foto: now

Norderstedter Initiative warnt vor Brandunfällen mit Kindern

Von Stefanie Nowatzky
Norderstedt. Ihre Neugier ist es, die Kinder oft in brandgefährliche Situationen bringt. Anneliese Stapelfeldt rät Eltern daher vor allem in der Adventszeit: „Grundsätzlich Kinder nie mit Kerzen allein lassen.“ Selbst wenn die Erwachsenen nur kurz das Zimmer verlassen, ist die Gefahr gerade jetzt besonders hoch.

Verein mit bundesweit 800 Mitgliedern

Die stellvertretende Vorsitzende von „Paulinchen“, einer Initiative für brandverletzte Kinder, weiß, wovon sie spricht. Als sie vor
20 Jahren den Verein mitbegründete, war sie selbst Betroffene. Ihr Sohn hatte durch ein Kostüm, dass er trug und das Feuer fing, schwere Verletzungen davongetragen. Mittlerweile ist der Verein bundesweit tätig und hat über 800 Mitglieder. Heute ist ein Schwerpunkt des Vereins „Paulinchen“ die Prävention.
Um die breite Öffentlichkeit über Gefahrenquellen zu informieren, haben die Ehrenamtler schon zum vierten Mal den „Tag des brandverletzten Kindes“ ausgerufen. Am Sonnabend, 7. Dezember, werden die Mitglieder mit zahlreichen Veranstaltungen in der gesamten Republik auf die Gefahren durch Feuer oder heiße Flüssigkeiten aufmerksam machen. Auch in Norderstedt ist eine Aktion in der Segeberger Chaussee geplant.
Von Norderstedt aus wurden die über 80 Aktionen bundesweit koordiniert, die Partner wie Feuerwehr, Kliniken oder Privatleute anbieten. So starten mehrere Schulklassen bei einer gemeinsamen Rallye von Feuerwehr und Kinderklinik Altona durch Küche, Rauchhaus und Chirurgie. Eltern legen Material in Kindergärten aus oder eine Feuerwehr lässt 100 Luftballons mit der Notrufnummer steigen. „Wichtig ist, die Eltern früh über Gefahren aufzuklären“, sagt Anneliese Stapelfeldt. Auch Verbrühungen häufen sich. „Dreiviertel der Unfälle passieren mit Kindern unter fünf Jahren.“
Kaminöfen bergen große Verbrennungsgefahr
Besonders warnt der Verein auch vor Kaminöfen. Seit immer mehr Haushalte auch mit Holz heizen, gibt es bei Kleinkindern viele Fälle von Brandwunden an Händen. Wegen der vielen Gelenke sind hier Brandverletzungen besonders problematisch. „Eltern sollten nicht die Reichweite ihres Kindes unterschätzen“, warnt Stapelfeldt. „Ob bei Adventsgestecken, heißen Getränken oder Kaminöfen: Der Sicherheitsabstand sollte immer die Reichweite des Kindes sein. Und die wächst ständig.“

Sonnabend, 7. Dezember, 13 bis 16 Uhr, Segeberger Chaussee 35
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