Gemeindebüro wird umgebaut

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Packen schon Umzugskisten für den Umbau: Vize-Bürgermeister Karlheinz Franze (v.l.), Volker Bormann, Frauke Bohlmann, Niels Hansen, Heinz Nottelmann und Kirsten Eckhardt Foto: Fuchs

Kosten: 700.000 Euro. Im Westflügel eröffnet im September eine Arztpraxis

Von Burkhard Fuchs
Bönningstedt. Das Gemeindebüro in Bönningstedt in der Ellerbeker Straße 20 wird künftig neben der Verwaltung auch Gewerbebetriebe beherbergen. Die Gemeinde will das Gebäude für 700.000 Euro umbauen lassen, damit im Westflügel eine Arztpraxis eingerichtet und im Nordflügel ein kleinerer Bürobetrieb angesiedelt werden kann.
Die Arztpraxis macht die Allgemeinmedizinerin Dr. Frauke Bohlmann voraussichtlich am 2. September auf. Für die drei Büroräume interessiert sich eine IT-Firma, erklärt der amtierende Bürgermeister Karlheinz Franze.

Acht Wochen lang wird umgebaut und renoviert

Auch das Bürgerbüro, wo die beiden Mitarbeiterinnen der Quickborner Stadtverwaltung arbeiten und die Volkshochschule, die künftig im Ostflügel des Gebäudes untergebracht sind, müssen umgebaut und komplett renoviert werden. Während des Umbaus, der acht Wochen andauern soll, werden das Gemeindebüro und die Volkshochschule in zwei Container umgesiedelt, die auf dem Parkplatz stehen werden.
Seit dem Austritt von Bönningstedt aus dem Amt Pinnau im Januar 2013 ist die Gemeinde wieder alleiniger Eigentümer des eingeschossigen Gebäudes, das eine Nutzfläche von etwa 450 Quadratmetern hat. Im Februar meldete sich Dr. Frauke Bohlmann bei Bürgermeister Peter Liske. Sie habe ihre Praxis in Kiel aufgegeben und suche dringend Räumlichkeiten in Bönningstedt, um dort eine Praxis für Allgemeinmedizin, Naturheilverfahren, Akupunktur und Coaching zu eröffnen. Schnell wurden sich beide Seiten einig, dass die Ärztin, die nach Hasloh gezogen ist, den westlichen Teil des Verwaltungsgebäudes für ihre Praxis haben kann.

„Bönningstedt ist der ideale Standort dafür“ Dr. Frauke Bohlmann

„Bönningstedt ist der ideale Standort dafür“, glaubt die Medizinerin. Selbst mit künftig drei Arztpraxen sei der Ort immer noch ärztlich unterversorgt, rechnet sie vor. Die Kassenärztliche Vereinigung gehe von 796 Einwohnern je Praxis aus, sodass im 4500 Einwohner zählenden Bönningstedt auch fünf Ärzte genug zu tun haben müssten. Zum anderen gefalle ihr die Nähe zu Hamburg. Da sie auch Menschen behandele, die an Burnout-Syndromen, Stress oder seelischen Angstzuständen leiden, könnte der Einzugsbereich ihrer Patienten über die Gemeindegrenze hinausgehen, sagt Bohlmann.
Sie werde vier Mitarbeiter beschäftigen, darunter auch eine Ernährungsberaterin. Ihr Lebensgefährte Volker Bormann wird dort ebenfalls ein Büro einrichten, wo er als Businesscoach Unternehmen beraten will. Das Mietverhältnis der Praxis soll für mindestens zehn Jahre abgeschlossen werden, darüber sind sich Ärztin und Gemeinde einig.

Heizung und Dach werden erneuert

Das gesamte Gebäude werde in den nächsten Wochen saniert, erklärt der amtierende Bürgermeister Franze. Die Heizungsanlage wird ausgetauscht, das Dach erneuert, die Fassade gedämmt, die sanitären Einrichtungen modernisiert und behindertengerecht ausgebaut, Wände durchbrochen, die Wasserleitungen ersetzt, eine Alarmanlage eingebaut und die Technik auf den neuesten Stand gesetzt.
Nach 15 Jahren sollen sich die Umbaukosten durch die zusätzlichen Mieteinnahmen amortisiert haben, sagt Franze. (bf)
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