Gemeinsam bauen – günstiger wohnen

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Die Animation zeigt, wie der Wohnpark aussehen soll. Zu den 28 Wohnungen gehören Keller, ein Gemeinschaftsraum und ein Innenhof Animation: www.a-architektin.de

Neuer Frederikshof: Wer sich an Genossenschaft beteiligt, zahlt später nur Betriebskosten

Von Stefanie Nowatzky
Norderstedt. Am Freitag,
9. Mai, fällt der Startschuss für ein innovatives Wohnprojekt: Auf dem rund 3.000 Quadratmeter großen Grundstück im Neubaugebiet westlich der Lawaetzstraße soll das erste gemeinschaftliche Wohnprojekt einer privaten Wohngenossenschaft entstehen. Jeder der
28 Wohnungsnutzer vom Frederikshof wird mit einer Einlage Mitglied der privaten Genossenschaft und erwirbt lebenslanges und vererbbares Wohnrecht.
In der Nachbarstadt Hamburg gibt es bereits Modelle privater Wohnungsgenossenschaften. Meist finden sich erst mehrere Bauherren zusammen, um dann mit der Planung zu beginnen. „Hier ist es anderes herum“, erklärt Stadtrat Thomas Bosse. „Die Projektgesellschaft Ting gibt den Standort und den Rahmen vor und die Menschen können sich dann einbringen. So ist garantiert, dass auch wirklich gebaut wird.“
Alle Wohnungen und der Gemeinschaftsraum des zweieinhalbstöckigen Hauses werden barrierefrei gebaut. Es gibt einen u-förmigen, autofreien Innenhof. die Einheiten werden mit zwei bis fünf Zimmern zwischen
50 und 115 Quadratmeter Wohnfläche haben. Mit der Nähe zur AKN sowie dem Nahversorgungszentrum und den unterschiedlichen Größen der Räumlichkeiten wollen Stadt und Planer Wohnungen für verschiedene Generationen schaffen.
Die Kaltmieten zwischen 5,50 Euro für öffentlich geförderten Wohnraum und 8,20 Euro für die freien Wohnungen stehen bereits fest. Mit diesem monatlichen Wohngeld werden über 30 Jahre die Kredite der Genossenschaft abgezahlt, danach zahlen die Mitglieder nur noch die Betriebskosten.
„So können Menschen Wohneigentum erwerben, die sonst dafür keine Kredite bekämen“, stellt Dr. Jasna Baumgarten von Ting Projekte klar. 50 Prozent der Wohnungen werden als öffentlich geförderter Wohnraum gebaut, die Einlagen der zukünftigen Mitglieder werden nach Einkommen und Ausstattung der Wohnung gestaffelt zwischen 16.000 und 70.000 Euro liegen. Diese Einlagen können durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau KfW finanziert werden, bis zu 15.000 Euro sogar ohne Sicherheiten.
„Das Modell ist keine generelle Lösung für den gesamten Wohnungsmarkt, aber eine gute Möglichkeit für eine bestimmte Gruppe“, so Baudezernent Thomas Bosse. Sollten die 28 Wohnungen so schnell vergeben werden, wie er vermutet, hat er bereits weitere Grundstücke für ähnliche Projekte in Planung.
Mit der Auftaktveranstaltung am Freitag, 9. Mai, 16 Uhr, im Plenarsaal des Rathauses beginnt für Interessenten für den Frederikshof „dann die Planungsphase. Denn bis zum Baubeginn im Frühjahr 2015 soll es monatliche Treffen geben. „Es gibt einen Kennlernprozess während der Bauphase“, sagt Dr. Jasna Baumgarten von Ting.
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