Grundstück versteigert

Anzeige
Nicht ansehnlich: Gegenüber vom Rathaus steht seit Jahren eine Bauruine. Die Stadt fordert den Abriss

Käufer der Fläche beim Rathaus will dort Wohnungen bauen

Quickborn. Kommt jetzt Quickborns Schandfleck weg? Das 1630 Quadratmeter große Grundstück in der Torfstraße 20 ist zwangsversteigert worden. Ersteigert hat das Objekt, mit dem Verkehrswert von 240.000 Euro, Werner Lortz.

Grundstück der Großeltern

Dessen Großeltern lebten bis Anfang der 70er-Jahre auf dem Grundstück gegenüber vom Rathaus. Als diese starben, entspann sich ein Streit unter den Erben. Die Stadt hat starkes Interesse daran, dass dieses Filetgrundstück endlich neu bebaut wird. Ein Nachbar der Ruine in der Torfstraße ist anderer Meinung:
„Das ist kein Schandfleck. Für uns Nachbarn ist das ein schönes Biotop.“ Bürgermeister Thomas Köppl war beim Versteigerungstermin vor Ort und bot auch bis 185.000 Euro mit. „Wenn bis Ende des Jahres dort nichts passiert, werden wir den Kreis Pinneberg auffordern, eine Abrissverfügung zu erlassen“, kündigte der Verwaltungschef an.
Ob dies nun das letzte Wort in dieser schier endlosen Geschichte ist, mag Lortz selber kaum glauben. „Dieser Fall zeigt, wie dringend notwendig eine Novellierung des Zwangsversteigerungsrechts durch das Bundesjustizministerium ist.“ Falls Lortz nun endlich Eigentümer des Grundstücks seiner Großeltern werden sollte, wobei er noch eine Grundschuld von 25.000 Euro ablösen müsste und weitere Forderungen gegen die andere Erbenfamilie von 50.000 Euro im Raum stünden, wolle er dort vielleicht drei Reihenhäuser oder ein Vierfamilienhaus errichten, sagt Lortz. „Hauptsache, das Ding ist jetzt endlich vom Tisch.“ (bf)
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige