Hamburg: Knobeln und rechnen bis Mitternacht

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Da musste ein Profi ran: Nach mehrmals gescheiterten Lösungsversuchen nahm sich Mathe-Lehrerin Caren Ihlemann (M.)einiger Aufgaben an

218 Schüler des Liese-Meitner-Gymnasiums machten bei der ‚Langen Nacht der Mathematik‘ mit

Von Claudia Blume
Hamburg. Ungewöhnliche Aktivität herrschte Freitagnacht im Lise-Meitner-Gymnasium (LMG) in Norderstedt. Das Schulgebäude war hell erleuchtet, doch im Inneren geschäftige Ruhe. 218 Schülerinnen und Schüler von der fünften Klasse bis zur Oberstufe hatten sich zur „Langen Nacht der Mathematik“ angemeldet, rechneten und tüftelten in kleinen Gruppen, bis die Köpfe qualmten.

Der landesweite Internet-Wettbewerb ging bereits in die 15. Runde; erdacht wurde er 1999 von zwei Neumünsteraner Mathe-Lehrern, deren zahlreiche Helfer auch in diesem Jahr die Online-Auswertung der eingegebenen Resultate übernahmen.
In diesem Jahr nahmen 283 Schulen mit 4.220 Gruppen und 12.436 Teilnehmern teil. Das Lise-Meitner-Gymnasium (LMG) stellte mit 218 die drittgrößte Zahl an Teilnehmern. Das Gymnasium Harksheide war mit 108 Schülern dabei, das Copernicus Gymnasium mit 65. „Der Spaß steht eindeutig im Vordergrund. Im weitesten Sinne ist es Lernen in einem anderen Umfeld zu ungewöhnlichen Konditionen“, erläutert Lehrerin Caren Ihlemann.

„Da es sich um einen Gruppenwettbewerb handelt, spornen sich die Kinder und Jugendlichen gegenseitig an, um in die nächste Runde zu kommen – und Erfolg gibt Anreize.“ Davon waren Marco, Iman, Max und Justus zeitweise weit entfernt. „Das ist doch totaler Mist“, ereiferten sich die 13-Jährigen. Eine vertrackte Aufgabe mit Zahlensystemen aus Ägypten, China, Arabien und den Maya wollte sich partout nicht lösen lassen. Bis kurz vor Mitternacht wurde sogar mit allen technischen Mitteln nach dem korrekten Ergebnis gefahndet.

Eltern sorgten fürs Büffet

Auch viele engagierte Eltern unterstützten die jungen Mathematiker am Abend und in der Nacht – nicht nur mit Leckereien fürs Büffet.
Ulrike Hahn war schon zum zweiten Mal dabei. „Ich habe selber Spaß am Knobeln und Ausprobieren und freue mich, wenn ich die Kids hier und da auf eine neue Idee bringen kann, der Lösung näher zu kommen“, sagt die studierte Informatikerin.
Während die „Lange Nacht der Mathematik“ in anderen Schulen in eine Übernachtungsparty überging, war am LMG um Mitternacht Schluss mit Rechnen und es ging wieder nach Hause. Doch die Zahlen haben sicherlich den einen oder anderen Schüler noch im Schlaf beschäftigt.
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