HamburgCarstensens Comeback

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Christian Carstensen: SPD und FDP unterstützen ihn Foto: Büh

Langenhorner will Bürgermeister in Schwarzenbek werden

Von Florian Büh
Hamburg. Christian Carstensen will auf die politische Bühne zurück. Nachdem der Langenhorner bei der Bundestagswahl im September als einziger Hamburger SPD-Kandidat seinen Wahlkreis nicht gewinnen konnte, hatte er sich noch auf unbestimmte Zeit aus der Politik verabschiedet.
Jetzt kandidiert er als Bürgermeister der Stadt Schwarzenbek im schleswig-holsteinischen Kreis Herzogtum Lauenburg.
Carstensen wurde jetzt als gemeinsamer Kandidat von SPD und FDP aufgestellt. Nach Landesrecht werden die Bürgermeister direkt von den Einwohnern gewählt. Die Amtsperiode des derzeitigen Bürgermeisters Frank Ruppert (Grüne) endet im November. Ruppert will nicht wieder antreten. Wahltag ist am 25. Mai. Dann muss sich Carstensen gegen mindestens drei weitere Kandidaten durchsetzen. Die Bewerbungsfrist um das Bürgermeisteramt endet am 7. April.
Er müsste umziehen
Carstensen, der bei einem Wahlerfolg wohl nach Schwarzenbek umziehen müsste, sagte dem Wochenblatt auf Nachfrage,
er sei von der örtlichen SPD
um die Kandidatur gebeten worden. „In Schwarzenbek spielen genau die Themen eine besondere Rolle, die mich persönlich seit vielen Jahren beschäftigen. Ich bin daher sicher, dass ich
bei der Durchsetzung einer sinnvollen Verkehrslenkung, dem Kampf gegen Bahnlärm oder für eine ausreichende Versorgung mit Kitaplätzen und bei einigen anderen Themen einen wichtigen Beitrag zur Lösung leisten kann. Das ist für mich der Grund zur Kandidatur.“ Bei der Kommunalwahl im vergangenen Mai hatte die SPD in Schwarzenbek 31,9 Prozent der Stimmen erreicht und wurde stärkste Partei. Allerdings, so Carstensen, sei die Wahlbeteiligung mit 38,3 Prozent noch unter dem Landesschnitt (46,7) gewesen „Offenbar ist hier das Gefühl vorhanden, dass Politik und Verwaltung schlecht zusammen arbeiten. Es ist mein Anliegen, die Bürgerinnen und Bürger an politischen Entscheidungen mit zu beteiligen. Dies ist mir nun auch als Bürgermeisterkandidat besonders wichtig.“
„Wir brauchen für die weitere Entwicklung unserer Stadt frischen Wind, neue Impulse und Ideen von außen. Das bedeutet für uns einen unvorbelasteten und zukunftsweisenden Kandidaten zu unterstützen“, sagte der Schwarzenbeker FDP-Ortsvorsitzende Holger Kempter. Den soll Carstensen nun liefern. Der 40-Jährige arbeitet seit 1998 als wissenschaftlicher Angestellter in der Hamburger Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt. Der gelernte Banker und studierte Volkswirt, früher Sprecher von Bausenator Eugen Wagner, gehörte von 2005 bis 2009 als direkt gewählter Abgeordneter des Wahlkreises Hamburg-Nord dem Deutschen Bundestag an.
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1 Kommentar
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Ralf Bollhorn aus Langenhorn | 11.03.2014 | 12:28  
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