Hat sich‘s hier ausgespielt?

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Hoffen darauf, dass endlich der Spielplatz kommt: Junge Frauen mit ihren Kindern am Mütterzentrum Foto: now

Am Kielortring entsteht ein Heizkraftwerk. Entscheidung zu Spielgeräten offen

Von Stefanie Nowatzky
Norderstedt. Spaziergänger nutzen den kurzen Durchgang zu den Supermärkten an der Segeberger Chaussee und im Sommer spielen hier die Kinder aus dem Mütterzentrum und dem anliegenden Wohngebiet. Doch bald ist die Ruhe auf der Wiese zwischen Kielortring 51 und dem Rewe-Gelände vorbei: Dort soll 2015 ein Blockheizkraftwerk (BHKW) für etwa eine Million Euro gebaut werden. 300 Wohneinheiten soll der Klotz mit Strom, etwa 150 mit Wärme versorgen. Ein etwa 21 Meter hoher Schornstein für die Abluft ist geplant.
„Wir haben immer gehofft, dass auf diese Wiese ein Spielplatz kommt“, sagt Clarisa Ferrer de Del Castillo aus dem Vorstand vom Mütterzentrum. Der Treffpunkt feiert im kommenden Jahr 25-jähriges Jubiläum, jeden Tag kommen bis zu 40 Mütter mit ihren Kindern hier zum Treff und nutzen die zahlreichen Angebote. Im jetzt noch gültigen Bebauungs-Plan stehen ein Spiel- und ein Bolzplatz, da im Kielortring 51 ein Jugendzentrum geplant war. Im neuen Bebauungsplan 235 deuten kleine Piktogramme, stilisierte Bilder von Schaukel und Sandkasten, einen möglichen Spielplatz neben dem BHKW an. Das bedeutet jedoch nur, dass Spielgeräte hier zulässig sind. „Das ist keine Verpflichtung“, erklärt Stadtsprecher Hauke Borchardt. Der Bedarf für einen Spielplatz an dieser Stelle wird erst 2015 überprüft, wenn Norderstedt einen stadtweiten Spielplatzbedarfsplan aufstellen will. Immerhin hat die Verwaltung in der Begründung des Bebauungsplanes festgeschrieben: „Die Ausgestaltung des Spielbereiches und die Auswahl von Spielmöglichkeiten für Kinder wird im freiplanerischen Konzept erarbeitet.“
„Uns wurde zugesagt, wir bekommen einen Spielplatz“, so hat
Clarisa Ferrer de Del Castillo die Gespräche in Erinnerung. Dabei ging es vor allem um den Ausgleich für einen etwa fünf Meter breiten Streifen der bisherigen Grünfläche, die der Rewe-Markt als Parkraum bekommen soll. „Uns war wichtig, wenn die Grünfläche wegkommt, dass es dann einen richtigen Spielplatz gibt“, so Clarisa Ferrer de Castillo.„Wir haben aber nichts schriftlich, hoffentlich bekommen wir trotzdem nicht nur ein, zwei Alibi-Geräte.“
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