Haus wird abgerissen

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Verwaltungsmitarbeiterin Anja Riemer muss jetzt mit dem Verein die Finanzen klären Fotos:tj

Ulzburger Familienzentrum macht dicht

Henstedt-Ulzburg. Beim Mehrgenerationenhaus an der Beckersbergstraße schließen sich am 31. Oktober endgültig die Türen. Da die geplanten Sanierungsarbeiten im alten Vereinsgebäude zu kostenaufwendig sind, gibt es für den Verein keine Zukunft mehr.
„Laut neuesten Berechnungen liegen die Sanierungskosten etwa 100.000 Euro höher, als zuerst von einem Gutachter bescheinigt“, sagt Anja Riemer, Mitarbeiterin der Gemeindeverwaltung. Ersatzunterkünfte seien nicht finanzierbar, da der Verein kein Geld mehr habe. Man sei im Rathaus überrascht, dass plötzlich nichts mehr zu stemmen sei, erklärt Anja Riemer. „Allein in
22 Sozialausschusssitzungen hat uns Vereinsvorsitzende Sabine Samel über die Aktivitäten des Mehrgenerationenhauses informiert. Alles schien gut zu laufen. Einziges Problem: das stark sanierungsbedürftige Gebäude, in das der Verein mit Beginn des vergangenen Jahres einzog. „Wir hatten dem als Verwaltung davon abgeraten, das Haus überhaupt noch zu beziehen“, erklärt Anja Riemer. Am 31. Oktober wird in einer außerordentlichen Sondersitzung die finanzielle Abwicklung des Vereins geklärt. „Wir haben eine Teilzahlungsrate in Höhe von 9000 Euro für die Asbestsanierung geleistet“, erklärt Riemer. Zudem habe die EU bereits
60.000 Euro an Förderung für das Mehrgenerationenprojekt zugesagt. Riemer: „Was da tatsächlich schon an Geldern geflossen ist, weiß ich nicht.“ Darüber hinaus muss der Erbpachtvertrag des Grundstücks mit Sabine Samels Verein zurückgeführt werden. „Das dauert und ist erneut mit Kosten verbunden.“
Sobald die Erbpacht geregelt ist, kann das Gebäude an der Beckersbergstraße abgerissen werden. Auf dem Grundstück entsteht ein Anbau für den Kindergarten. (tj)
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