Helfer mit sauberem Wasser

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Michael Volmer (l), Eddy Dieckvoss (r) mit Jorge Wolf, der als THW-Helfer auf die Philippinen geht

Norderstedter THW im Einsatz nach Taifun auf den Philippinen

Von Burkhard Fuchs
Norderstedt. Jorge Wolf gehört zu einem 24-köpfigen Team des Technischen Hilfswerks (THW), das vor einigen Tagen nach Südostasien aufgebrochen ist. Dort wollen die ehrenamtlichen Helfer die 30.000 Bewohner der Stadt Santa Fe, auf der philippinischen Insel Bantayan, mit Trinkwasser versorgen. Darauf, was Wolf in den nächsten sechs Wochen erwartet, hat er sich mit Kriseneinsatz-Seminaren des Technischen Hilfswerks monatelang vorbereitet.

Ich bin natürlich sehr gespannt, wie es jetzt auf den Philippinen aussieht Jorge Wolf, THW-Helfer

„Ich bin natürlich sehr gespannt, wie es jetzt auf den Philippinen aussieht“, sagt der 25 Jahre alte THW-Helfer aus Norderstedt. Nach der Zerstörung durch den Taifun „Haiyan“ waren Millionen von Menschen obdachlos, 5500 Menschen hat der Sturm das Leben gekostet.
Mit Hilfe der Wasseraufbereitungsanlage, die die deutschen THW-Auslandseinsatzkräfte mitbringen, können bis zu 6000 Liter Trinkwasser pro Stunde aufbereitet werden. Die Anlage könne das verseuchte Wasser aus den Brunnen zu Trinkwasser aufbereiten, erklärt THW-Zugführer Eddy Dieckvoss. „Jede Familie erhält dann 40 Liter Trinkwasser pro Tag“, sagt er.
Jorge Wolf hat als Lebensretter bereits Erfahrungen. Seit zwei Jahren arbeitet der gelernte Tischler als Rettungssanitäter für die Vereinigung Krankentransporte, Behinderten- und Altenhilfe (KBA) in Norderstedt. Für KBA-Geschäftsführer Michael Volmer war es daher auch keine Frage zuzustimmen, als es hieß, dass sein junger Mitarbeiter für sechs Wochen ins Krisengebiet abberufen werden sollte.
„Auch wenn es uns nicht so ganz leicht fällt, diesen Ausfall im Rettungsdienst zu kompensieren“, sagt Michael Volmer. „Aber für das THW fiel uns diese Entscheidung natürlich umso leichter.“
Für den jungen Norderstedter habe gesprochen, dass er handwerklich versiert ist und auch als langjähriger THW-Helfer auf den Einsatz vorbereitet sei, erklärt Zugführer Dieckvoss. „Das ist eine Super-Kombination, die jetzt auf den Philippinen dringend benötigt wird, um den Menschen zu helfen.“
Wolf werde dort mit Axel Lausch einen THW-Kollegen ablösen, der ebenfalls aus Norderstedt kommt. Für Wolf ist es der erste Auslandseinsatz, auf den er sich aber akribisch vorbereitet hat. Er wisse, was von ihm dort verlangt werde. Er müsse die Trinkwasserversorgung aufbauen und aufrechterhalten, den Menschen helfen und mit ihnen ins Gespräch kommen. Dazu habe er in den letzten Wochen viel Englisch gebüffelt. Am längsten hätten die Impfungen gedauert, die besonders wichtig bei diesem Einsatz seien. Nun sei er froh, dass es endlich losgeht.

THW hält Kontakt zu den Familien der Einsatzkräfte

Das THW halte Kontakt zu den Familien ihrer Einsatzkräfte in Deutschland, betonte Dieckvoss, damit diese wüssten, wie es ihren Lieben im Einsatzgebiet gehe.
Damit Jorge Wolf den Menschen auf den Philippinen auch etwas Sinnvolles mitbringen kann, hat KBA-Chef Volmer seinem sozial engagierten Mitarbeiter einen kompletten medizinischen Notfallkoffer mitgegeben. In dem orangefarbenen Rucksack sind 32 Kilogramm Verbandsmaterial, Spritzen und elastische Binden enthalten.
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