Herbstzeit ist Kürbiszeit

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Bernd Schümann kennt jede einzelne der 130 verschiedenen Kürbissorten auf dem Hof. Foto: Jaeger
Kaltenkirchen. Heute will Oma Erna süße Kürbisssuppe kochen. Entweder nach spanischer oder nach asiatischer Art. Leicht, fruchtig oder exotisch. „Das entscheide ich erst bei Bauer Schümann auf dem Hof“, kündigt die Hausfrau aus Kaltenkirchen an.
Timm Schümann, der Bauer aus Hasenmoor an der Straße nach Kaltenkirchen, ist ein wahrer Künstler, was den Anbau des edlen Gemüses angeht. Bis zu 3000 Samenkerne legt er alljährlich in seinen Treibhäusern aus, schützt sie durch Wärme und viel Torfmull. Dieses Jahr sind dabei 130 verschiedene Sorten heraus gekommen.
Kürbisse, so weit man blicken kann: Zum Anschauen hat Landwirt Schümann das köstliche Gemüse auf Strohballen, Holz und auf Kisten gestapelt, und mitten auf dem Gelände steht eine mächtige Pyramide aus Kürbissen: Hokaido, Gelbe Butternuss, Hubbard, Crown Prince und wie sie alle heißen. Kürbisse, die bis zu einem halben Zentner wiegen können und Kürbisse, die 200 Gramm leicht sind.
„Der größte Kürbis, der je geerntet und in den USA gefunden wurde, wog 1200 Kilogramm“, sagt Bernd Schümann, Groß-Groß-Cousin des Hofbesitzers. „Um mehr Energie in den Kürbis zu bringen, pumpen die Amerikaner Honig und Milch in den Kürbisansatz. Das machen wir nicht.“

130 Sorten

„Seit Anfang September ist in Deutschland Kürbiszeit, die bis Ende Oktober dauert“, sagt Bernd Schümann. Der 1850 gegründete Betrieb wurde über Generationen vom Vater an den Sohn vererbt. Über viele Jahre hinweg wurde Milchviehwirtschaft und Ackerbau betrieben.
Heute spielt die Aufzucht von deutschen Flugenten und Gänsen sowie der Anbau von Spargel - und natürlich von Kürbissen - eine vorrangige Rolle. (rj)
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