In Norderstedt Afrika feiern und helfen

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Ulla Rüskamp brachte die Ausstellung „Global Player“ in die Stadt
 
Antonia und Eva haben mit Lehrerin Christine Woywood-Leste Spielzeug aus Abfall gebastelt. Sie zeigen ihre Werke im Stadtmuseum

Konzerte, Ausstellungen, Lesungen: Erlöse fließen in Hilfsprojekt

Norderstedt. Zwei Monate lang wird es exotisch in Norderstedt. An Schulen, im Stadtmuseum, im Stadtpark und der Musikschule: Überall feiert die Stadt „Wir für Afrika“.
Gabriele Richter vom Kulturbüro kommt es ein bisschen so vor, als wenn Norderstedt nur auf Werner Lawrenz gewartet hat, um all die Afrika-Aktivitäten in einer gemeinsamen Aktion zu bündeln. Seit der Quickborner mit seinem Sohn in einer Sendung des „Tigerentenclub“ Kinder aus Afrika mit ihren Wünschen und Hoffnungen für die Zukunft sah, ist er in dieser Mission unterwegs. Nach Quickborn 2010 und Ellerau 2012 ist Norderstedt die dritte Stadt, in der er Begeisterung für ein Afrikafest weckte.
Die Erlöse aus allen Aktivitäten der Stadt gehen an das Projekt Kamwendo von „World Vision“ in Malawi. Bisher wurden bereits Brunnen für sauberes Trinkwasser gebohrt, mehr als 1150 Kinder geimpft und mit dem Bau einer Klinik begonnen.
Mit der Ausstellung „Global Player“ im Stadtmuseum starten die zwei afrikanischen Monate, mit deren Erlösen neben dem Hauptprojekt auch zahlreiche kleinere Projekte gefördert werden. Die Kirchengemeinde Harksheide unterstützt seit 30 Jahren die Partnergemeinde Mdandu in Tansania und möchte mit „Wir für Afrika“ hier noch mehr Hilfe zur Selbsthilfe leisten. Die Gemeinschaftsschule Ossenmoorpark und die Organisation „Pigs for Kids“ wollen Kinder und Jugendliche in Uganda unterstützen und die Grundschule Gottfried-Keller-Straße beteiligte sich mit einer Recyclingwoche, deren Ergebnisse auch im Rahmen der Ausstellung Global Player zu sehen sind. Pappkrokodile aus Eierkartons oder Wachstierchen aus Kerzenresten: Auch die Norderstedter Kinder bastelten Spielzeug. „Man muss nicht alles wegwerfen sondern kann aus alten Sachen etwas machen“, war die Botschaft von Klassenlehrerin Christine Woywood-Leste an ihre Viertklässler.
Jetzt stehen die „Abfallprodukte“ neben kunstvollen Drahtflugzeugen, einem großen Hubschrauber aus Badelatschen und vielen anderen Spielzeugen, die ARD-Korrespondentin Birgit Virnich auf ihren Reisen in Afrika sammelte. (now)

Termine
Ausstellungen: bis 1. Juni „Global Player“ Spielzeug aus Afrika, Stadtmuseum Mittwoch bis Sonnabend, 15 bis 18 Uhr, Sonntag, 11 bis 18 Uhr; 1. Juni bis 6. Kuli MobiDiK: Hilfe für Aids-Waisen, Vorraum Galerie am Rathaus;
2. Juni bis 6. Juli „O‘binang“ Die afrikanischen Welten des Albert Christoph Reck, Galerie am Rathaus Montag, Dienstag, Donnerstag und Sonntag, 10 bis 18 Uhr.
Veranstaltungen:
25. April, 20 Uhr, Live-Musik Nacht mit Dube und Toto Lightman Africanology Spectacle Band, Kulturwerk am See;
11. Mai, 15 Uhr, Afrikanische Märchen für die ganze Familie, Stadtmuseum; 18. Mai, 11 bis 17 Uhr, 9. Museumsfest Thema „Afrika“, Feuerwehr- und Stadtmuseum;
22. Mai, 15 Uhr, Afrikanische Märchen für Kinder, Stadtmuseum;
25. Mai, 15 Uhr, Malkurs für Kinder, Stadtmuseum;
28. Juni, 11 bis 17 Uhr, Chorworkshop „Sing and be free“, Musikschulkubus;
6. Juli, 11 bis 17 Uhr, Abschlussveranstaltung „Ein Fest für Afrika“. (now)
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