Jetzt ein kleines Paradies sichern

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Tanja Rönfeldt und Marko Schröder am Eingang zu ihrem Gartengrundstück
 
Helmut Lange ist Vereinsvorstandsmitglied und weiß, wo es noch freie Flächen in Norderstedt gibt Fotos: Jordan

Elf Cent pro Quadratmeter grünes Glück: Der Kleingärtnerverein Garstedt hat Parzellen frei

Norderstedt. Über 400 Quadratmeter Grün freuen sich
Tanja Rönfeldt und Marko Schröder. Die beiden haben die Parzelle im Kleingärtnerverein Garstedt seit 2011 gepachtet. „Seitdem sind wir täglich hier in unserer Idylle“, so die Hobbygärtner stolz. Die beiden Norderstedter sind seitdem Selbstversorger. „Dieses Jahr habe ich schon fünf Kilo Erdbeeren geerntet, die Bohnen sind jetzt reif und demnächst sind die ersten Gurken dran, die wir in unserem Gewächshaus ziehen“, listet Tanja Rönfeldt auf. Der Garten ist der Ausgleich zur Wohnung ohne Balkon und zum Arbeitsalltag.
Das Paar gehört zur jungen neuen Generation des Norderstedter Vereins: „Wir haben hier viele Mitglieder, die seit 50 Jahren eine Parzelle gepachtet haben. Aber mit dem Alter wird es für viele Gärtner einfach zu beschwerlich, die vorgegeben Fläche entsprechend zu pflegen“, berichtet Vereinsvorstandsmitglied Helmut Lange.

Vorschriften für Nutzungsflächen

Immerhin muss auf der jeweiligen Kleingartenfläche nach Bundeskleingartenstatuten gepflanzt werden. „Ein Drittel der Fläche ist für Obst und Gemüse und ein Drittel für Blumen und Zierpflanzen reserviert. Das letzte Drittel kann für die Laube herhalten und darf der Erholung dienen“, berichtet Lange.
300 Mitglieder hat der Norderstedter Verein, der bereits 1923 gegründet wurde. Insgesamt werden von ihm fünf so genannte Koppeln, also Gartenflächen, verwaltet: Am Spann, Hochbahn, Holtenwisch, Moorkamp und Ohetwiete- dort sind derzeit insgesamt fünf Kleingärten frei. Gepachtet werden können Flächen von 230 bis 600 Quadratmetern, Wasseranschluss inklusive.
Die meisten Grundstücke besitzen einen Stromanschluss. „Wer sich seinen Traum vom Garten erfüllen möchte, muss bei uns Mitglied werden. Eine Kommission entscheidet über die Vergabe“, so Lange, der seit fünf Jahren stellvertretender Vorsitzender des Vereins ist.
„Wir haben gut drei Jahre nach einem passenden Grundstück gesucht. Viele Vorpächter wollten einfach zu viel Geld, beispielsweise für ihre Hütten im Garten haben. Das konnten wir uns nicht leisten“, erzählen Tanja Rönfeldt und Marko Schröder. „So etwas gibt es bei uns nicht. Hier wird bei einer Neuverpachtung durch eine Schätzungskommission die reale Wertermittlung wie bei einer Immobile erstellt. Danach richtet sich der Übergabepreis“, sagt Lange.
„Wir machen jetzt sogar Urlaub in unserem Kleingarten, hier ist es ruhig. Wir haben Obst und Gemüse direkt vor unserer Nase, nette Nachbarn, die Ruhezeiten werden eingehalten. Und günstig ist es auch“, freut sich Tanja Rönfeldt. Im Verein werden 90 Prozent der Gärten an Norderstedter Bürger vergeben. So lautet die Auflage der Stadt. International ist es dennoch. Polen, Russen, Syrier, Koreaner: hier kann sich jeder Tipps vom Laubennachbarn holen, wenn es um Blütenpracht, Erntetipps oder Kochrezepte geht. Elf Cent kostet im Kleingärtnerverein Garstedt der Quadratmeter. Plus Umlagen zahlt der Pächter am Ende 30 Cent.
Vorstandsmitglied Lange: „Jetzt ist ein günstiger Zeitpunkt, sich einen unserer Gärten zu sichern. Wer sich erst einmal in ein Grundstück verliebt hat, der gibt es so schnell nicht wieder auf.“

klgv-garstedt.de
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