Jetzt hört der Spaß auf

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Das Arriba-Bad ist bei vielen Norderstedtern beliebt, erzeugt aber auch ein hohes jährliches Minus Foto: now

Arriba: Grüne fordern Plan für Ergebnisverbesserung. Kritik an Ball-Sponsoring

Von Stefanie Nowatzky

2,2 Millionen Euro Defizit verzeichnete das Spaßbad Arriba im Jahr 2013. Dem gegenüber stehen Werbeausgaben im sechsstelligen Bereich. Diese Tatsache hat die Mitglieder der Grünen-Fraktion dazu veranlasst, die 100-prozentige Tochter der Stadtwerke auf den Prüfstand zu stellen. Dem stimmten die Mitglieder des Stadtwerke-Ausschusses mehrheitlich zu.

Arriba zahlt 5.000 Euro für Opernball


„Wir bitten um eine Prüfung ohne Tabus“, hatte Michael Ramcke, Ausschussmitglied für die Grünen gefordert. „Die Werkleitung wird gebeten, dem Stadtwerkeausschuss innerhalb der nächsten sechs Monate eine Szenario-Analyse der Geschäftsentwicklung des Arriba vorzustellen und Möglichkeiten einer dauerhaften und deutlichen Ergebnisverbesserung aufzuzeigen“, formulierte Ramcke in seinem Antrag. In die Diskussion hinein spielte das Opernball-Sponsoring des defizitären Spaßbades. Mit 5.000 Euro sollen die Stadtwerke die Veranstaltung, die Mitte Oktober stattfindet, unterstützt haben. Der Vorgang wurde auch im Schwarzbuch des Bundes der Steuerzahler erwähnt, das vergangene Woche veröffentlicht wurde.

„Dass wir mit unserem Engagement zum Opernball jetzt auch eine zweifelhafte Bekanntheit erlangt haben, ist bedauerlich“, sagt Werksleiter Jens Seedorff. Unmittelbar vor der Ausschusssitzung war der Eintrag bekannt geworden, ärgerlich für die Stadtwerke vor allem deshalb, weil auch die Werksleitung dieses Sponsoring mittlerweile kritisch sieht. Die im Antrag der Grünen formulierten Handlungsoptionen zu Verkauf oder Einbeziehung eines strategischen Partners lehnt Seedorff ab. „Für ein Bad mit diesem Konzept wird es immer Zuschussbedarf geben“, so der Stadtwerke-Chef.“

Kostensenkung und höhere Preise werden nun wohl Hauptuntersuchungspunkte werden. „Uns ist klar, dass man mit dem Schwimmbad kein Geld verdienen kann“, erklärt Grünen-Fraktions-Chef Detlef Grube. „Wir haben den Prüfantrag gestellt, damit sich die Experten bei den Stadtwerken Gedanken machen, denn auch die städtischen Töpfe sind endlich.“

Hier wären dann wieder die Politiker gefragt, denn eine Preiserhöhung liegt in den Händen der Stadtvertretung. Jens Seedorff spielt den Ball weiter: „Das ist politisch zu diskutieren, weil es neben der Wirtschaftlichkeit des Arriba auch um seine positive Funktion für den Freizeit- und Wohnstandort Norderstedt geht.“
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