Kirche für Quickborner Kita-Kinder

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Die Kinder mit Erziehern, Eltern und Kirchenvertretern stehen vor der Kinderkirche, die nun auf dem Gelände der evangelischen Kita steht

Holzhaus dient als Raum der Stille und ist für Andachten offen

Quickborn. Die 125 Kinder des evangelischen Kindergartens haben als erste der 80 Kitas innerhalb des Kirchenkreises Hamburg-West/Südholstein eine Kinderkirche. Diese wurde am Weltkindertag, 23. September, auf dem Gelände am Harksheider Weg eingeweiht. In einer feierlichen Zeremonie mit Kindern, Eltern und den Erzieherinnen segnete Pastorin Claudia Weisbarth von der Gemeinde Quickborn-Hasloh das Holzhaus im Garten zum Haus Gottes.

16 Quadratmeter Haus

Das 16 Quadratmeter große Häuschen hat mit bunten Folien beklebte Fenster, einen
80 Zentimeter großen Kreuzaltar aus elf bemalten Würfeln, ist mit Teppichboden ausgelegt und mit Kacheln geschmückt, auf die die Kinder Geschichten aus der Bibel geschrieben haben, und es wird mit LED-Kerzen beleuchtet. Sogar ein Glockenturm steht neben dem Holzhaus, den Tischlermeister Silas Schröder aus besonders wetterbeständigem Douglasienholz gefertigt hat. Er ist der Sohn der Kitaleiterin Petra Schröder. Die Messingglocke ist ein Geschenk der Kirchengemeinde. Vorstandschef Hartmut Ermes ließ es sich nicht nehmen, sie eigenhändig in das kleine Türmchen einzuhängen. Sie läutet jetzt wie überall den Gottesdienst ein. „Wir freuen uns, dass die Kinder nun mit der Kirche auf ihrem Gelände leben können.“
Die Idee zur Kinderkirche sei bei einer Mitarbeiterinnentagung aufgekommen, berichtet Leiterin Petra Schröder. „Uns störte immer der weite Weg zur Marienkirche.“ Der zwei Kilometer lange Fußmarsch an die Kieler Straße musste jedes Mal aufwendig geplant werden. Das Gartenhäuschen wurde schnell als Alternative auserkoren. „Das nutzen wir zu Weihnachten schon lange als Stall von Bethlehem.“

Kinder mussten abstimmen

Doch zunächst mussten die Kinder um Erlaubnis gefragt werden. Da sich die Kita als „Kinderstube der Demokratie“ versteht, musste über das Kirchenprojekt noch in einer Vollversammlung abgestimmt werden. Auch die Kinder erteilten dieser Idee ihren Segen. Dreimal pro Woche sei eine Andacht geplant. Zudem könne jedes Kind den neuen Raum der Stille für sich nutzen. Einzige Bedingung: Es muss die Schuhe ausziehen. (bf)
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