Kita Glashütte: Eltern sehr besorgt

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In dieser Kita in Glashütte hat der beschuldigte Erzieher aus Norderstedt zuletzt gearbeitet. Foto: Fuchs

Staatsanwalt ermittelt gegen Erzieher wegen Missbrauchs

Norderstedt. Helle Aufregung in der Kita Glashütte an der Poppenbütteler Straße. Die Eltern der 106 dort betreuten Kinder und die Mitarbeiter der evangelischen Kindertagesstätte, die zum Kirchenkreis Hamburg-West/Südholstein gehört, sind geschockt und verunsichert.
Ende Februar erfuhren sie, dass die Staatsanwaltschaft gegen einen Erzieher ihrer Kita ermittelt. Stefan H. soll sich bei seiner nebenberuflichen Tätigkeit als Babysitter an einem vier Jahre alten Mädchen vergangen haben.
Bis Januar war H. bei einer Kita in Hamburg-Schnelsen beschäftigt. Ab Februar arbeitete er in der Glashütter Einrichtung. Nebenbei war der 29-Jährige als Babysitter beschäftigt. So auch bei seinem Opfer, einem Mädchen, das die Schnelsener Kita besucht.
Als die Mutter an dem Kind Hinweise auf einen Missbrauch entdeckte, erstattete sie gegen H. Anzeige. In der Wohnung des Kindes während der Betreuung durch H. soll es zu den Übergriffen gekommen sein.
Die Polizei versucht jetzt den genauen Sachverhalt aufzuklären. Unter anderem soll das Kind durch eine speziell geschulte Beamtin befragt werden. Unklar ist bislang, ob sich der 29-Jährige auch in der Norderstedter Kita an Kindern vergangen hat.

Fristlos gekündigt

Sofort nachdem die Vorwürfe gegen den Norderstedter bekannt wurden, sei er gekündigt worden.
Das Furchtbare: „Der Erzieher war unheimlich beliebt und hat gerne zu den Kindern Nähe hergestellt“, sagt Kirchenkreis-Sprecherin Monika Rulfs. „Er konnte sich auch gut in die Kinderwelt einfühlen.“ Dies könne man im Nachhinein natürlich auch als Alarmzeichen deuten.
Die Einrichtung hat die Eltern zu einem Informationsabend mit einer Fachberaterin eingeladen, um deren drängende Fragen zu beantworten und ihnen Ängste und Sorgen zu nehmen. (bf)
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