Klettern und Abseilen im Pfingstwald

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Sicherheit geht vor, betont Betreiber Torsten Hedinger und verweist auf das zurzeit beste Sicherheitssystem für Kletterer. Foto: Fuchs

Neuer Hochseilgarten eröffnet: Parcours in bis zu zwölf Metern Höhe

Hasloh. Hasloh ist um eine Attraktivität reicher: Am Ostersonnabend ist der neue Hochseilgarten im Pfingstwald der Gemeinde an der Pinneberger Straße eröffnet worden. Gut 100 einzelne Elemente auf sieben verschiedenen Kletterstrecken unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade laden die Freunde dieses boomenden Freizeitsports zum Klettern, Hangeln und Balancieren in luftiger Höhe bis zwölf Metern über dem Waldboden ein. Der zehn Jahre alte Julian Marco Timm hat ihn ausprobiert und war begeistert.
Ursprünglich wollte Torsten Hedinger bereits vor einem Jahr diesen Hochseilgarten in Hasloh eröffnen, der seit fünf Jahren auch den Hochseilgarten in Heist bei Uetersen betreibt. Dort wagen sich an guten Tagen bis zu 100 Kletterfreunde in die Baumkronen, erzählt der Unternehmer. Den Parcours in Hasloh hatte der Investor schon fertig ausgearbeitet, als dringend notwendige Forstarbeiten die Pläne wieder zunichtemachten. Die Bäume, die Hedinger am Ortsausgang Haslohs in Richtung Tangstedt für seine Klettertouren ausgewählt hatte, waren gefällt worden. Deshalb musste er umdisponieren und tiefer in den Wald einsteigen.
Aber das, was jetzt bis zum Saisonende im Herbst den Kletterfreunden präsentiert wird, sei nicht nur ein vielseitiger, die Geschicklichkeit und Ausdauer fordernder Kletterparcours. „Er ist auch nach dem neuesten Stand der Technik gesichert“, verspricht Hedinger. Jeder Teilnehmer wird von den bis zu sechs Trainern auf den Rundkurs genauestens vorbereitet und eingewiesen. Alle sind mit Haltegurten und Sturzhelmen jederzeit abgesichert.
Die Karabiner hat sich der Unternehmer eigens von einer Spezialfirma aus dem Allgäu besorgt, die eine doppelte Absicherung bieten. Damit sei es praktisch unmöglich, dass sich der Kletterer, der immer mit zwei Karabinerhaken am Sicherungsseil hängt, aus dem Geschirr raushängen kann. Nicht einmal aus Versehen. Der eine Haken öffnet sich erst, wenn der andere wieder am Seil eingehakt ist.
Allein für die Sicherungsmaßnahmen habe er Investitionen im Werte eines Oberklasse-Fahrzeuges getätigt, sagt Hedinger. Insgesamt seien es 200.000 Euro gewesen. „Die Sicherheit geht vor.“ In fünf Jahren sei in Heist deshalb bislang nie etwas passiert – „außer ein paar blaue Flecken.“
Kinder oder Erwachsene, die nicht gleich in luftige Höhen steigen wollen, können sich auch über einen niedrigeren Parcours zwei Meter über dem Waldboden hangeln. Für die Experten sei ein Kletterkurs in 20 Metern Höhe geplant, der nächstes Jahr fertiggestellt sein soll. Nach der anstrengenden Kraxeltour, für die sie zweieinhalb Stunden Zeit haben, können die Teilnehmer sich an einem der beiden Grillplätze stärken. Hedinger. „Picknick ist willkommen:“
Haslohs Bürgermeister Bernhard Brummund ist froh, dass der Hochseilgarten jetzt Wirklichkeit wird. „Wir hatten dieses Angebot als Wunsch in unserem Wahlprogramm 2008 stehen, ohne dass wir dafür einen Investor hatten“, erzählt Brummund. Als sich dann Hedinger bei ihm gemeldet hat, weil er einen zweiten Standort suchte, sei er hellauf begeistert gewesen. „Das wird die Attraktivität unserer Gemeinde weiter steigern“, ist er überzeugt. Das alljährliche Pfingstkonzert werde aber davon nicht beeinträchtigt.
Der Hochseilgarten in Hasloh ist dienstags bis freitags von 14 bis 20 Uhr und am Wochenende von 10 bis 20 Uhr geöffnet. Ähnliche Klettergärten gibt es in Kaltenkirchen, Lütjensee, Volksdorf und Aumühle. (bf)
http://www.hochseilgarten-hasloh.de
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