Können Sterne Schatten werfen?

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Erik Wischnewski und das Sternenteleskop im Garten: Astronomie ist seine große Leidenschaft.Foto: Jaeger

Kaltenkirchener Astrophysiker studiert das Universum im eigenen Garten

Von Renate Jaeger
Kaltenkirchen. Kann die Sonne explodieren? Gibt es Leben auf anderen Planeten? Ist das Weltall dunkel? Können Sterne Schatten werfen? Diese und andere Fragen beantwortet Erik Wischnewski aus Kaltenkirchen auf Anhieb und für jedermann verständlich. Das ist ein Kinderspiel für den studierten Astrophysiker, der an der Technischen Universität in Graz promoviert hat. Der 59 Jahre alte Astronom, der an der Sternwarte in Hamburg-Bergedorf sein Diplom machte, verdient sein Geld als Systemanalytiker und Softwareentwickler. Aber die Freizeit gehört seiner großen Leidenschaft: dem Forschen nach neuen Welten. Wenn es draußen dunkel ist und der Himmel sternenklar, sitzt Wischnewski auf der Terrasse seines Einfamilienhauses, schaut durch ein Sternenteleskop und beobachtet das riesige Weltall mit all seinen Geheimnissen.
„Wo was am Himmel steht, kann ich wohl sagen. Aber das ist nicht mein Hauptanliegen“, sagt Erik Wischnewski, der schon in seiner Jugendzeit als siebenfacher Preisträger und zweimaliger Landessieger bei „Jugend-forscht“-Wettbewerben auf sich aufmerksam machte, seit 40 Jahren Vorlesungen an Volkshochschulen hält und häufiger Referent an deutschen Planetarien ist.
Auf seinen Vortragsreisen überall in Deutschland redet er über die Bedeutung von Galaxien, Gasnebel, Planeten und den Supernovas. „Ich möchte mein Wissen weitergeben“, sagt er, „nur vor dem Fernseher zu sitzen kann die Menschen nicht begeistern. Alles was mit den Sternen zu tun hat ist spannender als ein Krimi.“
Er verspricht: „Mit wenig finanziellem Aufwand können Laien, wenn sie sich wirklich für die Astronomie interessieren, des Nachts neue Sterne finden.“ Er berichtet: „Ein Malermeister aus Wedel interessierte sich für die Sterne. Außer Grundrechnen hatte er zunächst nichts drauf. Aber er hat mit mir die Bahnen von Planeten errechnet. Das war für ihn ein Schlüsselerlebnis.“
All seine Erkenntnisse über den Sternenhimmel hat Buchautor Wischnewski niedergeschrieben. Sein erstes 80-Seiten-Skript über Astronomie veröffentlichte er 1980. Daraus wurde 1983 das erste 341-Seiten-Buch, das inzwischen im Selbstverlag als fünfte Auflage vorliegt. Seine Bücher schreibt er nicht für Studenten und Dozenten, sondern auch für Einsteiger, die sich intensiv für die Astronomie interessieren.
Für sie hat Erik Wischnewski die Antwort auf die Frage „Können Sterne Schatten werfen?“ parat: „Ja, das können sie. In Namibia, wenn der Himmel über Südafrika klar ist.“ (rj)
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