Kornhoop: Lösung im Juni?

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Anwohner fordern eine bauliche Maßnahme, die verhindert, dass Autos, die die stark befahrene Kreuzung Friedrich-Ebert-Straße/Friedrichsgaber Weg umgehen und durch die Anwohnerstraßen fahren Repro: now

Anwohner protestieren gegen Durchgangsverkehr. Neues Konzept erwartet

Von Stefanie Nowatzky
Norderstedt
Einbahnstraße, Poller oder eine Vollsperrung waren schon im Gespräch, um die Anwohnerstraßen Kornhoop, Hasloher Weg und Alte Dorfstraße vom Durchgangsverkehr zu befreien. Doch trotz massiver Proteste der Anwohner bei der Stadt ist noch nicht viel passiert. Sie fordern eine bauliche Maßnahme, die verhindert, dass Autos, die die stark befahrene Kreuzung Friedrich-Ebert-Straße/Friedrichsgaber Weg umgehen und durch die Anwohnerstraßen fahren. Mit einem Antrag im Ausschuss für Stadtentwicklung und Verkehr brachte die FDP-Fraktion das Thema jetzt wieder auf die Tagesordnung. Zuletzt hatte der Ausschuss Anfang Februar gegen eine Vollsperrung entschieden.

Brückenabriss erst 2017


Argument: Weil im Zuge der A 7 Verbreiterung die Brücke Richtung Hasloh ohnehin abgerissen würde, hätte sich das Problem bald erledigt. Nun wurde bekannt, dass sich der Abriss noch bis Ende 2017 verzögert.
Wie die Anwohner der schmalen Straßen, die zum Teil nicht einmal Bürgersteige haben, die Verkehrsbelastung aushalten sollen, ist offen. Jens Plambeck, Anwohner der Alten Dorfstraße: „Seit die Einfahrt an beiden Straßen von der Friedrich-Ebert-Straße verboten ist, ist es zumindest morgens etwas besser geworden.“
Doch trotz Einfahrverbot nutzen noch immer einige die Ersatzstrecke, wenn sich der Verkehr vor der Kreuzung bis hinter den Bauhof staut. Mittlerweile nehmen sie sogar die extrem schlechte Straße Schierkamp vom Schützeneheim, um dann direkt beim Altenheim Scheel wieder auf die Alte Dorfstraße zu treffen. Jens Plambeck hat die Strecke mal ausprobiert. „Ich bin erlaubte 30 Stundenkilometer gefahren und hatte innerhalb kurzer Zeit 15 Autos hinter mir.“

Fußgänger gefährdet


Vor allem am Nachmittag wird es für Fußgänger gefährlich, wenn Autos viel zu schnell ganz nah an ihnen vorbei rasen. Gabriele Heyer, Stadtvertreterin und selbst Anwohnerin in der Alten Dorfstraßesagt: „Vielleicht wäre eine Umgehung parallel zur Autobahn doch ganz gut.“ Damit noch einmal Bewegung in die Verkehrs-Angelegenheit kommt, bittet ihre FDP-Fraktion die Verwaltung, den Stand der Konzepterarbeitung zur zukünftigen Verkehrssteuerung vorzustellen. Am 4. Juni will die Verwaltung den Politikern nun das Ergebnis vorstellen.
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