Kunst für Trinkwasser

Anzeige
Mit einem symbolischen Glas Trinkwasser in der Hand will Helge Heggblum auf sein Projekt für sauberes Wasser in Amazonien aufmerksam machen. Malerin Marianne Grütjen will ihn unterstützen

Erlös aus Bilder-Auktion soll Entkeimungsanlage finanzieren

Henstedt-Ulzburg. „Sauberes Trinkwasser ist ein Menschenrecht“, sagt Helge Heggblum (39). Der Dokumentarfilmer aus Quickborn unterstützt den Verein „Sonnenwasser“, der Menschen in abgelegenen Regionen sowie in Notstands- und Katastrophengebieten mit Trinkwasser versorgt. Dies geschieht mit Hilfe von mobilen Entkeimungs-
wanlagen.
Unterstützung durch Kunstprojekt
Unterstützung erhält Heggblum nun durch die Malerin Marianne Grütjen. Die Henstedt-Ulzburgerin will einen Workshop mit zwölf Hobby-Künstlern organisieren, von denen jeder ein Bild zum Thema „Sauberes Trinkwasser“ malt. Die Bilder sollen im Herbst ausgestellt und anschließend für den guten Zweck versteigert werden. Mit dem Erlös der Aktion will Heggblum, Entkeimungsanlagen für die Deni-Indianer finanzieren.

„Weltweit sterben 5000 Kinder an bakteriell verseuchtem Wasser.“ Helge Heggblum
„Weltweit sterben 5000 Kinder an bakteriell verseuchtem Wasser. Ich möchte helfen, dass sich das ändert“, sagt Helge Heggblum. „Niemals darf passieren, dass Wasser zu einer Ware wird, die dann für Millionen Menschen unbezahlbar wäre.“
Heggblums nächster Film „Aktion Häuptling Sonnenwasser“ behandelt ebenfalls das Thema. Menschen hierzulande sollen dafür sensibilisiert werden, dass verunreinigtes Trinkwassers Menschen in vielen Gebieten der Erde krank macht. Ein Beispiel: Das Indianervolk der Deni, das im Südwesten Amazoniens in Brasilien, lebt. Hier werden 80 Prozent aller Krankheiten durch verseuchtes Trinkwasser verursacht. Seit 2008 sorgt eine Entkeimungsanlage dafür, dass wenigstens im Deni-Dorf Morada Nova sauberes Trinkwasser zur Verfügung steht.
Kosten: 7000 Euro
Die Anlage kostet etwa
7000 Euro und funktioniert mit Solarstrom. Ultraviolettes Licht zerstört die Erbsubstanz der im Wasser befindlichen Mikroben. Das Trinkwasser muss täglich neu aufbereitet werden. (rj)
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige