Lesespaß im Club

Anzeige
Michaela Ploog und Stefanie Ritter werben für den Ferienleseclub in der Stadtbücherei Quickborn. Foto: Fuchs

Sommerferienprogramm der Büchereien

Quickborn/Norderstedt. Kinder und Schüler, die in den Sommerferien (25. Juni bis 4. August) zu Hause bleiben und ihr Lesevermögen steigern wollen, können wieder beim Ferienleseclub mitmachen, an dem sich landesweit 56 öffentliche Büchereien beteiligen. Im vorigen Sommer nutzten dieses Angebot 5300 Schüler der Klassenstufen fünf bis sieben, die 38.000 Bücher gelesen haben. In Quickborn beteiligten sich 144 Schüler daran, die in sechs Wochen 1082 Bücher verschlangen. Rekordhalterin war ein Mädchen, das 21 Bücher in den Ferien ausgeliehen und alle zu Ende gelesen habe.
Denn jedes Clubmitglied muss zu jedem gelesenen Buch bestimmte inhaltliche Fragen richtig beantworten können, um hinterher auch ein entsprechendes Zertifikat dafür zu bekommen.
„Ziel dieser Ferienleseclub-Aktion ist es, die Lesefähigkeiten der Schüler zu verbessern“, erklärt Michaela Ploog von der Quickborner Stadtbücherei. Insbesondere die Jungen, die meist weniger lesen würden als Mädchen, sollen auf diese Weise zum Lesen animiert werden. Dabei gehe es weniger um die Anzahl der gelesenen Bücher, betont
Ploog. Die Kinder sollen Spaß am Lesen entwickeln. „Wer schon ein Buch in den Sommerferien schafft, kann stolz darauf sein.“ Erstmals können sich in diesem Jahr auch jene Kinder beteiligen, die erst nach den Sommerferien in die fünfte Klasse kommen. Jeder Schüler, der sich für diesen Ferienleseclub anmeldet, bekommt einen eigenen Clubausweis und ein Leselogbuch, in das die ausgeliehenen und gelesenen Bücher eingetragen werden. Die ganze Aktion ist kostenlos. Die Clubmitglieder können sich ihre Bücher exklusiv aus einer Auswahl von 400 neu erschienenen Büchern aussuchen. Am Ende des Projektes wird es eine Leseclub-Party geben, bei der die Zertifikate ausgehändigt werden, kündigt Michael Ploog an. Ein besonderer Anreiz könnte auch darin bestehen, dass die Teilnahme an dieser außerschulischen Lese-Aktion auch im Zeugnis der betreffenden Schüler eingetragen wird. „Leider machen allerdings nicht alle Schulen mit“, sagt die Bücherei-Mitarbeiterin. Der Ferienleseclub ist 2008 von der Büchereizentrale in Rendsburg ins Leben gerufen worden und wird von der Nordmetall-Stiftung finanziert. „Lesen ist die Basis-Qualifikation schlechthin“, begründet Stiftungs-Vorstand Thomas Klischan das Engagement seiner Organisation. „Von dieser Fähigkeit hängt die gesellschaftliche Teilhabe in der Wissensgesellschaft ab.“ Besonders in der Ausbildung, Studienzeit oder später im Berufsleben könnte die Lesekompetenz entscheidend für die weitere Karriere sein.
Auch in den vier Norderstedter Büchereien können die Kinder im Alter von acht bis 14 Jahren in den Sommerferien eine Riesenauswahl an Ferienbüchern ausleihen, sagt Büchereileiterin Susanne Martin. Norderstedt beteilige sich aber nicht an der Ferienleseclub-Aktion. „Bei uns können die Kinder nach der Lektüre bei einem Gewinnspiel mitmachen und 45 Buchgutscheine im Gesamtwert von 900 Euro gewinnen.“ Dazu müssten sie nur einen Teilnahmebogen ausfüllen und ein paar Fragen beantworten, die aber weder richtig oder falsch sind. „Wir wollen nur wissen, wie sich die Kinder beim Lesen gefühlt haben, ob ihnen das Buch gefallen hat und warum sie überhaupt lesen“, erklärt Susanne Martin. Wer mehr Bücher ausleiht, habe größere Chancen zu gewinnen. (bf)
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige